Windpark Wisnerhöchi
Nicht nur die Montage war nicht professionell

Die Fotomontage des Windparks Wisnerhöchi entspricht nicht wirklich der Visualisierung von vor dreieinhalb Jahren.

Christian von Arx
Christian von Arx
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Die neue Illustration, erstellt von der Lerch Weber AG, Trimbach, soll die zukünftige Wirklichkeit besser abbilden. zvg

Die neue Illustration, erstellt von der Lerch Weber AG, Trimbach, soll die zukünftige Wirklichkeit besser abbilden. zvg

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Drei Einwohner von Wisen legen der Redaktion eine Illustration des geplanten Windparks Wisnerhöchi vor. Die Fotomontage haben sie durch ein renommiertes Ingenieur- und Vermessungsbüro in der Region erstellen lassen.

Sie vermittelt einen ganz anderen Eindruck als die Visualisierung, die vor dreieinhalb Jahren in dieser Zeitung veröffentlicht worden war: die Masten höher und massiver, die Schwerter der Windräder wuchtiger. Woher stammte dann die Abbildung in unserer Ausgabe vom 27. November 2012? – Richtig, von der projektierenden Firma Trianel Suisse AG.

Auf den Unterschied angesprochen, erklärt die Trianel-Sprecherin jetzt: «Die Illustration, welche wir 2012 erstellt haben, ist keineswegs professionell gemacht.» Eine Fälschungsabsicht weist sie aber zurück.

Mit Verlaub: Der optische Eindruck eines Windparks, die Wirkung in der Landschaft, ist kein unwichtiges Detail. Es ist ein Hauptfaktor zur Beurteilung eines solchen Projekts. Und Trianel wusste schon lange von der Kritik an ihrer Illustration: «Es wurde bemerkt, dass die Bilder falsch seien, sie seien geschönt», berichtete diese Zeitung von der Wisner Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2012. Der Geschäftsleiter von Trianel war dort persönlich anwesend.

Eine Absicht hinter der offensichtlich geschönten Montage wollen wir Trianel gar nicht unterstellen. Die Tatsache reicht: Die Betrachter, darunter die Leserinnen und Leser dieser Zeitung, wurden getäuscht. Da war nicht nur die Illustration, da war auch das Vorgehen unprofessionell.

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