Kommentar
Mehr Flexibilität ist gefragt

Elisabeth Seifert
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Die kantonale Pensionskasse verliert Versicherte.

Die kantonale Pensionskasse verliert Versicherte.

Die Pensionskassen geraten in den Fokus der Öffentlichkeit. Grund dafür sind die steigende Lebenserwartung und die schwierige Situation auf dem Anlagemarkt. Bei den gegenwärtig tiefen Zinsen lassen sich nur schwer ansprechende Renditen erzielen. Gute Vorsorgeleistungen sind nicht mehr selbstverständlich.

Das führt dazu, dass sich Unternehmen oder Gemeinden und Verbände nach Vorsorgeeinrichtungen umschauen, von denen sie sich bessere Leistungen erwarten. Das bekommt auch die Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) zu spüren. Etliche Gemeinden haben in den letzten zwei Jahren ihre Anschlussverträge gekündigt – und sich neuen Vorsorgestiftungen angeschlossen.

Grund für diesen Wechsel ist dabei weniger ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der PKSO. Gemeinden oder auch andere Organisationen mit oft eher wenigen Mitarbeitenden fühlen sich aber bei anderen, kleineren Kassen oder Sammelstiftungen individueller aufgehoben und beraten. Bei Sammelstiftungen haben die angeschlossenen Organisationen die Möglichkeit, eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Vorsorgelösung zu wählen und deren Entwicklung aktiv mit einer eigenen Vorsorgekommission zu begleiten.

Ein Angebot, das auch die PKSO ihren Organisationen mit Anschlussvertrag unterbreiten könnte. Gerade in schwierigen Zeiten steigt das Bedürfnis, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen – und damit womöglich für sich bessere Ergebnisse zu erzielen.

Die Pensionskasse Kanton Solothurn muss sich dabei, was ihre Renditen betrifft, nicht verstecken. Für die Destinatäre unbefriedigend ist allerdings die im Vergleich dazu sehr tiefe Verzinsung der Altersguthaben. Will die Pensionskasse hier wettbewerbsfähig sein, muss sie etwas ändern.