Kommentar
Lernen für die Zeit nach dem Coronavirus

Balz Bruder
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Das Homeoffice erfordert eine andere Kommunikation. (Symbolbild)

Das Homeoffice erfordert eine andere Kommunikation. (Symbolbild)

Keystone

Was auch immer der Bundesrat heute in Sachen Erleichterung der Lebensumstände in der aktuellen Krise beschliessen mag: Erstens wünschen wir sie uns wie die Natur einen langen Landregen – allerdings nicht zum Preis einer neuerlichen Ausbreitung des Virus. Und zweitens wissen wir schon jetzt: So einschränkend die Massnahmen im Alltag erscheinen, so desaströs sie für die Wirtschaft sind – wir werden am Ende auch etwas gelernt haben. Zum Beispiel darüber, wie Arbeiten und Kommunizieren in digitalisierten Zeiten funktionieren.

Eine überfällige Lektion. Und eine, die hoffentlich nachhaltig wirken wird. In privaten Unternehmen ebenso wie beim Staat. Allerdings: Einfach das Hohelied auf die Segnungen der Technik zu singen, wäre etwas gar einfach. So wie es etwas fremd anmutete, sich das vormals vermaledeite Papierbüro zurückzuwünschen. Denn ob analog oder digital: Jede Arbeit, die geleistet wird, ist so gut wie der, welcher sie ausführt.

Unter besonderer Beobachtung steht dabei die öffentliche Hand, die ihre Mitarbeitenden richtigerweise ebenfalls in die Heimarbeit geschickt hat. An den Datenschutz und an die Vertraulichkeit der Dokumente sind dabei höchste Ansprüche zu stellen. Es wäre vor diesem Hintergrund nicht so eine falsche Investition, die kantonalen Angestellten im Homeoffice mit einer Infrastruktur auszurüsten, die nicht auf private Hardware baut. Da mögen die Weisungen und Regelungen noch so gut sein.

balz.bruder@chmedia.ch

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