Persönlich
Kühler Kopf und Füsse warm

Balz Bruder
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Hamsterkäufe gehörten im Frühling zur Tagesordnung.

Hamsterkäufe gehörten im Frühling zur Tagesordnung.

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Jetzt ist es also wieder so weit. In Erwartung dessen, was uns heute aus dem Bundesratszimmer dräut, tun wir noch all dies, was in der ersten Wochenhälfte noch möglich ist und in der zweiten vielleicht nicht mehr. Zum Beispiel gut zu Mittag essen in einem Lokal, das sich möglicherweise schon bald überlegen muss, den Herd erkalten zu lassen.

Immerhin: Es gibt einen Lerneffekt aus dem ersten Lockdown. Das unsägliche Hamstern von jedweden Artikeln des täglichen Bedarfs ist bisher nicht im Ausmass des Frühlings zu beobachten. Und mit WC-Papier bepackte Autodächer gehören ebenfalls noch nicht zum Strassenbild. Das soll bitte so bleiben.

Wenn an dieser Stelle sonst noch Wünsche erlaubt sind – in acht Wochen ist Weihnachten: Verkneifen wir uns darüber hinaus das Aufzählen von Mangelerscheinungen, die im Komfortbereich anzusiedeln sind und besinnen wir uns darauf, was das Leben trotz allem noch zu bieten hat. Es wäre eine Botschaft, die der Bundesrat, allem Krisenmanagement zum Trotz, am Mittwoch durchaus auch platzieren dürfte. Denn die physische Gesundheit ist zwar wichtig, aber ohne psychische geht es auch nicht. «Kühler Kopf und Füsse warm, macht dich gesund, den Doktor arm», sagt der Volksmund.

balz.bruder@chmedia.ch