Region Olten
Gesättigter Wohnungsmarkt

Eine Umfrage dieser Zeitung zeigt, dass der Wohnungsmarkt in der Region Olten gesättigt ist. Doch die Situation ist keinesfalls alarmierend.

Beat Nützi
Beat Nützi
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In Olten (im Bild die Überbauung SüdWest) werden viele Neuwohnungen hochgezogen.

In Olten (im Bild die Überbauung SüdWest) werden viele Neuwohnungen hochgezogen.

Bruno Kissling

Denn hier ist man in Sachen Immobilienpreise auf dem Boden geblieben. Im Vergleich zu andern Regionen ist Wohnraum noch bezahlbar. Sogar den Wunsch eines Eigenheimes kann man sich noch erfüllen. Aber selbst auf dem Land streben längst nicht mehr alle Menschen nach einem Eigenheim. Gefragt sind nicht nur im städtischen Gebiet moderne, lichtdurchflutete Wohnungen. Entsprechender Bedarf besteht somit auch auf dem Land, wo es diesbezüglich noch strukturelle Defizite gibt.

Grosse Diskussionen gab und gibt es immer wieder im Zusammenhang mit Olten SüdWest, wo 450 neue Wohnungen entstanden. Auch diese Wohnungen wird der Immobilienmarkt verkraften können. Unter den 117 Leerwohnungen, die bei der letzten Zählung des Bundes Mitte Jahr in Olten registriert wurden, befanden sich nur gerade zwei Neuwohnungen. Das ist eindeutig zu wenig. Es braucht auch ein gewisses Angebot, damit es durch eine gesunde Fluktuation möglich wird, dass ältere Wohnungen überhaupt erneuert werden können.

Noch einen Tipp für jene, die sich für den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses entschlossen haben: Wer sich einen Ferrari leisten will, muss sich gut überlegen, ob das Geld dann auch für Service und Reparaturen noch reicht. Und für Wohneigentümer und Investoren gilt, was schon die Römer sagten: «Nihil solidum, nisi solum». Zu Deutsch: Nichts ist so sicher wie Grund und Boden. Dies gilt aber nur längerfristig. Denn der Wert von Liegenschaften schwankt kurz- und mittelfristig. Deshalb tut gut daran, wer sich gegen Wertschwankungen und höhere Hypothekarzinsen gut absichert.