Wasserstadt
Fertig Zwängerei!

Befürworter der Wasserstadt verbreiten ihre Parolen und die Regierung stellt Fragen nach möglichen Hürden.

Lucien Fluri
Lucien Fluri
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Bleibt eine bestechend schöne Idee, doch ein juristisches Gutachten liefert jetzt viele Gründe, warum eine Wasserstadt nie gebaut werden kann: Raumplanung und Witi-Schutz sind die Hauptgründe. zvg

Bleibt eine bestechend schöne Idee, doch ein juristisches Gutachten liefert jetzt viele Gründe, warum eine Wasserstadt nie gebaut werden kann: Raumplanung und Witi-Schutz sind die Hauptgründe. zvg

Wolfgang Wagmann

Sie haben gestern getan, was sie in den vergangenen Jahren immer getan haben. Fleissig haben die Befürworter der Wasserstadt ihre liebste Parole verbreitet. Sie heisst: Wenn man nur wollte, könnte man schon morgen mit dem Projekt loslegen.

Mit unglaublicher Hartnäckigkeit ignorieren die Wasserstadt-Anhänger seit Jahren geflissentlich alle Hürden, die ihrem Projekt im Wege stehen. Sogar über vorhandene Gesetze blicken sie grosszügig hinweg. Wer Bedenken trägt, der wird zur Strafe kurzerhand als Verhinderer abgeschrieben.

Gestern war die Regierung Prügelknabe. Der Vorwurf: Bewusst habe diese das Projekt versenkt, indem sie im – vernichtend herausgekommenen – Gutachten nur Fragen nach möglichen Hürden gestellt habe.

Da werden einmal mehr Fakten ausgeblendet. Warum sollte die Regierung das Projekt begraben wollen? Tatsache ist: Wenn die Regierung die Fragen jetzt nicht gestellt hätte, dann hätten es später andere getan. In langwierigen Prozessen vielleicht – die Seilbahn lässt grüssen. Doch deren Schwierigkeiten waren noch klein – im Vergleich mit den Planungshürden, die der Wasserstadt entgegenstehen.

Es ist kein schlechtes Zeugnis für die Regierung, dass sie die Fragen nach den Hürden gestellt hat. Es ist, im Gegenteil, ein schlechtes Zeugnis für die Wasserstadt-Initianten und ihre Anhänger, dass es die Regierung war, die diese Fragen überhaupt erst stellen musste.

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