Persönlich
Ein Plädoyer für das «Franz»

Rebekka Balzarini
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Dass der Kantonsrat sich diese Woche dafür entschieden hat, den Austausch zwischen den Sprachregionen zu fördern, ist ein tolles Zeichen

Dass der Kantonsrat sich diese Woche dafür entschieden hat, den Austausch zwischen den Sprachregionen zu fördern, ist ein tolles Zeichen

GAETAN BALLY, Keystone

«Je ne sais pas, je suis touriste». Das ist wahrscheinlich der meist zitierte Satz aus dem Französischbuch «Bonne Chance!». Und er ist ein Synonym für die Aussage: «Ich habe jahrelang Französisch gelernt und trotzdem keine Ahnung». Mehr als schade, dass der Satz so häufig zitiert wird.

Französisch ist eine Landessprache, und eine wunderschöne noch dazu. Ich habe den Klang dieser Sprache immer geliebt, und ich hatte in der Kanti eine tolle Lehrerin, die mir die Freude am Lernen nie verdarb. An dieser Stelle danke, liebe Frau Geiger.

Meine Liebe zum Französisch wurde im letzten Jahr nochmals auf ein neues Niveau gehoben, als ich mehrere Monate auf einer zweisprachigen Redaktion in Biel arbeitete. Der Austausch fand auf Deutsch und Französisch statt, er war ungezwungen und alltagsbezogen. Das war toll! Auch die grössten Sprachmuffel trauten sich, in der jeweiligen Fremdsprache zu telefonieren.

Dass der Kantonsrat sich diese Woche dafür entschieden hat, den Austausch zwischen den Sprachregionen zu fördern, ist ein tolles Zeichen. Hoffentlich hilft es den Solothurner Schülerinnen und Schülern in Zukunft dabei, sich mehr zuzutrauen als das Zitieren eines schnöden Satzes aus ihrem ehemaligen Lehrmittel.

rebekka.balzarini@chmedia.ch

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