Kommentar
Doch tun wir es

Über die Zuversicht, dass 2016 trotz vieler bad news ringsum nicht zu einem Sorgenmeer wird.

Wolfgang Wagmann
Wolfgang Wagmann
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Die Stunden von 2015 sind gezählt - stossen wir an aufs Neue Jahr!

Die Stunden von 2015 sind gezählt - stossen wir an aufs Neue Jahr!

az

Es sind die letzten Zeilen in diesem Jahr 2015. Das wieder sehr schnell vorbeigegangen ist. Und zum Schluss so manche verstörende Nachricht aus dem weiteren und engeren Umfeld gebracht hat.

Krankheit, unvorhergesehene Spitalaufenthalte, ein Kollege, der kurz vor Weihnachten tot auf dem Tennisplatz zusammengebrochen ist, der unheimliche Vierfachmord in Rupperswil, der Motörhead-Sänger, der eben noch Weihnachten feierte, zwei Tage später eine schreckliche Diagnose erhält, die ihn nur 48 Stunden später mit dem Tod einholt. Nicht gerade die Nachrichten, die uns zuversichtlich auf ein neues Jahr anstossen lassen.

Doch wir tun es. Es bleibt uns auch gar nichts anderes übrig. Wenn wir die Köpfe hängen lassen, ändert sich gar nichts. Im Gegenteil: Zuversicht schöpfen wir durch alle, die solche verbreiten.

Damit meine ich nicht Bundes- und Staatspräsidenten oder sonstige hochrangige Persönlichkeiten, die in ihren Neujahrsbotschaften eine künstliche Schönwetterlage herbeireden wollen.

Sondern Menschen wie Du und ich, die ihr Leben Tag für Tag meistern, und auch 2016 meistern werden. Mit einem Lächeln, einigen aufmunternden Sätzen und vor allem tatkräftigem Tun. Zupackende, stützende, und damit unterstützende Menschen.

Es gibt mehr davon, als wir denken. Nur wahrnehmen müssen wir sie, und ihnen zurückgeben, was wir von ihnen erhalten. Das ist nicht immer einfach. Weil uns die Unbefangenheit fehlt. Da können wir von Kindern viel lernen.

Sie verstellen sich nicht, treten offen auf. Und starten unbekümmert in ein neues Jahr, das vielen Erwachsenen nur als Sorgenmeer erscheint. wolfgang.wagmann@azmedien.ch