Kommentar
Die Wahlen im Kanton Solothurn und die Krise

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So wird die Solothurner Regierung nicht mehr lange zusammengestellt sein. (Archivbild)

So wird die Solothurner Regierung nicht mehr lange zusammengestellt sein. (Archivbild)

Kanton Solothurn

Dies war schon vor dem Anmeldeschluss für die Regierungsrats- und Kantonsratswahlen klar: Die Ausmarchung am 7. März wird spannend. Dafür sorgen nicht in erster Linie die nominierten Kandidatinnen und Kandidaten. Vielmehr sind es zwei bisherige Amtsträger, welche die Wahl zu einer Ausmarchung mit allen Ingredienzen werden lassen. Konkret: Neben dem erwarteten Verzicht von Roland Heim überraschte der zweite CVP-Mann in der Exekutive Roland Fürst, Freund und Feind.

Die Ambitionen der Christdemokraten, den zweiten Sitz zu verteidigen, sind dabei ebenso gross wie jene der FDP, den vor vier Jahren verlorenen historischen zweiten zurückzugewinnen, und jene der SVP, erstmals in die Regierung einzuziehen. Die Prognose sei gewagt: Der Sitz der Grünen erscheint stabiler denn je, jener der SP etwas weniger als auch schon. Und trotzdem wird es wohl eher so sein, dass der Kampf um den fünften Sitz zwischen Christdemokraten, Freisinnigen und Volkspartei entschieden wird. Das Rennen ist zum heutigen Zeitpunkt völlig offen.

Bürgerlich indes wird die Regierung mit Sicherheit bleiben – aber mit welchen Akzenten? Das ist die grosse Frage. Es ist die gleiche wie für das Parlament. Überlagert bei der Exekutive durch die Unwägbarkeit: Welchen Effekt hat die Coronakrise? Führt sie indirekt zu einem zweiten Wahlgang? Oder schlägt sie einer der sieben Kandidaturen am Ende schon im ersten ein Schnippchen?

balz.bruder@chmedia.ch