Kommentar
Die Nervosität nimmt zu

Balz Bruder
Balz Bruder
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Die Befindlichkeit von Individuen und Gesellschaft verändert sich im Zustand laufend sich verändernder Beschränkungen von öffentlichem und privatem Leben zusehends. (Symbolbild)

Die Befindlichkeit von Individuen und Gesellschaft verändert sich im Zustand laufend sich verändernder Beschränkungen von öffentlichem und privatem Leben zusehends. (Symbolbild)

Patrick Luethy

Das Gefühl auf der Strasse täuscht nicht: Die Befindlichkeit von Individuen und Gesellschaft verändert sich im Zustand laufend sich verändernder Beschränkungen von öffentlichem und privatem Leben zusehends.
Und nicht unbedingt zum Guten. Was angesichts der Botschaften, die uns beispielsweise aus den Spitälern erreichen, kaum erstaunt.

Die Schuldigen sind rasch benannt: Es sind die Behörden auf Ebene von Bund und Kantonen, die im Herbst die Zeichen der Zeit zu spät erkannten und nun auf Teufel komm raus nachexerzieren müssen, was wir zum Zeitpunkt, da die Krise noch im Griff zu halten gewesen wäre, nachholen müssen. Die Schuldigen sind aber auch wir selber, weil wir uns – oder zu viele von uns – nicht eingestehen wollten, was es geschlagen hat, als die Massnahmen verschärft wurden.

Sinnbildlich für das Chaos, in dem wir nun stecken, war die jüngste Coronadebatte im Kantonsrat. Es war allen klar, dass es kein Zurück gibt. Und es war ebenfalls allen klar, dass das, was jetzt ist, nicht reichen wird, um die Fallzahlen nachhaltig zu senken. Denn das muss jetzt sein. Aber bitte nicht zuletzt auf eine Art und Weise und in einem Ton, der uns mit kühlem Kopf und warmem Herzen einsehen und mittragen lässt, was es für die Bewältigung der Krise jetzt braucht.

balz.bruder@chmedia.ch

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