Persönlich
Die Frage des Salzens

Balz Bruder
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Soll gesalzen werden oder nicht? (Symbolbild)

Soll gesalzen werden oder nicht? (Symbolbild)

Keystone

Sollen winterlich verschneite Strassen und Trottoirs gesalzen werden oder nicht? Die Frage hat etwas Faszinierendes, weil sie das Publikum alljährlich von neuem elektrisiert. Vorausgesetzt, es gebe auf den Strassen tatsächlich zu salzen. In Zeiten, nein, nicht von Corona, sondern des Klimawandels, ist uns auch diese Gewissheit allmählich abhandengekommen.

Wie dem auch sei: Der Einsatz von Auftausalz ist eine Sache aus dem letzten Jahrhundert, aus dessen Anfängen sogar. Damals waren es allerdings noch die Hufe der Zugtiere, die Schaden nahmen. Heute sind es Karosserien, Lederschuhe und Hundepfoten. Sowie die Umwelt.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Nichts gegen wirksame Schmelzpunkterniedrigung, um schlimme Unfälle und üble Stürze zu verhindern. Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass der Salzeinsatz nach subjektiven Empfinden immer noch übermässig betrieben wird. Splitt und Sand wären von Fall zu Fall das bessere Mittel.

Wohlwissend, dass es sich mit dem Einsatz der Salzstreuer im öffentlichen Raum etwa gleich verhält wie mit jenem von Schneeschaufeln im privaten: Zu gross ist die Freude, wenn man(n) endlich einmal so richtig Schnee bekämpfen darf.

balz.bruder@chmedia.ch

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