Persönlich
Der digitale Samichlaus

Rahel Meier
Rahel Meier
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In Biberist wird der Samichlaus in diesem Jahr digital unterwegs sein. (Symbolbild)

In Biberist wird der Samichlaus in diesem Jahr digital unterwegs sein. (Symbolbild)

Das Coronavirus macht auch vor dem Samichlaus nicht halt. Nein, nein – der Samichlaus ist putzmunter und kerngesund. Allenfalls ist er zurzeit etwas unterbeschäftigt. Denn er darf heuer keine Kinder besuchen. Es werden keine Verse aufgesagt. Es gibt keine Mandarinen, Lebkuchen und Erdnüssli als Belohnung. Es muss sich deshalb auch kein Kind vor einer Strafpredigt und vor dem grossen Sack des Samichlaus fürchten.

Dachte ich auf alle Fälle bis letzte Woche. Ich gebe es zu. Ich habe den Samichlaus, diesen etwas ältlich wirkenden Herrn mit dem weissen langen Rauschebart wohl einfach unterschätzt. Oder hätten Sie, wenn Sie an den Samichlaus denken, als Erstes an Whatsapp, Videobotschaften und Twint gedacht? Statt sich einfach zu langweilen, hat der Samichlaus sich schlau gemacht.

Das Resultat: Er stellt in Zeiten von Corona auf digitale Medien um. In Biberist können Eltern dieses Jahr nämlich Videobotschaften bestellen, die dann am Chlausentag per Whatsapp oder Mail verschickt werden. Hansli muss sich also doch noch ein bisschen Mühe geben und kann den Eltern nicht einfach auf der Nase herumtanzen. Hoffen wir trotzdem, dass das Coronavirus bald verschwindet. Die Mandarinen schmecken real doch besser als virtuell.

rahel.meier@chmedia.ch