Persönlich
Den Durchblick verloren

Urs Moser
Urs Moser
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Auch der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg hat es mit dem Problem Brille auf Maske zu tun. (Archiv)

Auch der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg hat es mit dem Problem Brille auf Maske zu tun. (Archiv)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Zugegeben: Bevor die Maske zuerst in Bahn und Bus und dann auch noch in allen Läden Pflicht wurde, gehörte ich auch zu den Verweigerern, freiwillig hätte ich kein so Ding aufgesetzt. Aber jetzt: Henusode, erfüllen wir als pflichtbewusste Bürger halt unsere Pflicht, ohne zu murren. Die Proteste der Gewerbler gegen die Marktverzerrung durch den Maskenbefehl aus dem Solothurner Ambassadorenhof halte ich offen gestanden für etwas übertrieben.

Es ist ein anderer Punkt, der mich beschäftigt: Mir ist nach wie vor nicht klar, wie man den Virenschutz anwenden soll, ohne dass dabei die Brillengläser bis zur Undurchsichtigkeit beschlagen. Hier besteht in der Tat Handlungsbedarf. Denn was passiert, wenn ich beim blinden Ausstieg aus dem Zug einen Ränzler aufs Perron hinlege oder mir beim Abgang von der Rolltreppe im Coop die Knochen breche?

Es ist nicht in Ordnung, dass die Suva oder die Krankenkasse dann allein für den Schaden aufkommen müssen. Und schon gar nicht bin ich bereit, mit meiner Franchise für die Folgen eines behördlich angeordneten Risikoverhaltens zu haften. Also: Wo bitte bleibt die Notverordnung, die auch die fatalen Folgen der Coronapandemie für uns Brillenträger abfedert?

urs.moser@chmedia.ch

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