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Christliche Werte

«Wo zum Teufel sollen wir denn noch lernen, was christlich ist?»

Andreas Toggweiler
Andreas Toggweiler
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Denkanstösse beim Aufstehen im Radio wurden als nicht mehr zeitgemäss aus dem Programm gekippt. (Symbolbild)

Denkanstösse beim Aufstehen im Radio wurden als nicht mehr zeitgemäss aus dem Programm gekippt. (Symbolbild)

Keystone

Landauf landab wird über den Verlust von christlichen Werten geklagt. Doch nicht jeder, der in dieses Horn stösst, scheint eine wirklich sattelfeste Vorstellung darüber zu haben, was denn ein christlicher Wert sein könnte.

Und es gibt Leute, die, wenn man ihnen dann genuin christliches Gedankengut unter die Nase reibt – wie «den Nächsten lieben wie sich selbst», Vergebung statt Rache, «Demut» etc. – plötzlich etwas kleinlaut werden. So war das ja offenbar nicht gemeint. Das wäre dann allzu christlich.

Man kann ihnen nicht wirklich böse sein. Fragen Sie sie lieber nicht, wann sie das letzte Mal eine Kirche von innen gesehen haben, denn das wäre allzu fies. Das flächendeckende Unwissen über unsere (einstigen) Werte kommt aber nicht von Ungefähr.

Denn wir haben die meisten Plattformen für christliches Gedankengut selber abgeschafft. Ein «Wort zum Sonntag» gibt’s (auch in dieser Zeitung) längst nicht mehr, auch die christlichen Denkanstösse beim Aufstehen im Radio wurden als nicht mehr zeitgemäss aus dem Programm gekippt usw. Sag mir einer: Wo zum Teufel sollen wir denn noch lernen, was christlich ist?

andreas.toggweiler@azmedien.ch

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