Sunnepark
Aus Misstönen wird Harmonie

Ende gut, alles gut: doch noch grünes Licht für die Überbauung Grenchner Sunnepark.

Andreas Toggweiler
Andreas Toggweiler
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Aktuelle Visualisierung des überarbeiteten Projekts Sunnepark.

Aktuelle Visualisierung des überarbeiteten Projekts Sunnepark.

zvg

Man hat den Gemeinderat Grenchen bei der zweiten Lesung des Gestaltungsplans Sunnepark fast nicht wiedererkannt. Nach der teilweisen geharnischten Fundamental-Kritik im Januar und einer nur dank eines Rückkommensantrages (notabene von Hubert Bläsi) verhinderten Scherbenhaufens war diesmal plötzlich alles super. Das Projekt wurde in höchsten Tönen gelobt, wie auch der Unternehmer für seine kooperative Haltung. Ohne Wortmeldung in der Detailberatung und ohne Gegenstimme wurde die geplante Überbauung mit sechs Blöcken und 138 Wohnungen durchgewunken. Kurz: aus der Negativ-Spirale vom 19. Januar wurde eine positive Welle.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass vor der Behandlung solch gewichtiger Planungen noch mehr Gespräche, noch mehr Abklärungen und damit mehr Arbeit für Behörden und Gemeinderat nötig ist. Und die Gemeinderäte sind gehalten, sich ein umfassenderes Bild zu machen, als wenn es um den Bau eines neuen Bushüslis geht. Das ist mitunter auch eine Holschuld, die es im Sinne einer seriösen politischen Arbeit aber einzulösen gilt.

Es ist nun zu hoffen, dass der allerorts boomende Mietwohnungsbau den Initianten nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht. Manche Experten sprechen schon von einem Überangebot. Die spezielle Positionierung mit Alters- und Pflegewohnungen im Umfeld des Alterszentrums Sunnepark ist aber weit über Grenchen hinaus einzigartig, so dass die Nachfrage intakt bleiben dürfte.

andreas.toggweiler@azmedien.ch