Kommentar
Aufmerksam, aber nicht paranoid

Erwachsene, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, sind erfinderisch bei der Suche nach den Kleinen.

Theodor Eckert
Theodor Eckert
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Da in regelmässigen Abständen Betreuer, Trainer und Pädagogen auf ihren Abwegen erwischt werden, sind Behörden und Eltern gleichermassen gefordert.

Da in regelmässigen Abständen Betreuer, Trainer und Pädagogen auf ihren Abwegen erwischt werden, sind Behörden und Eltern gleichermassen gefordert.

Keystone

Und bekanntlich findet, wer nur genügend suchet. Sei es virtuell oder in der realen Welt. Das kann sich im privaten wie beruflichen Umfeld abspielen. Und nicht selten leider gleichzeitig sowohl als auch.

Kinder tummeln sich unbeschwert in Sportvereinen und natürlich in Schulen. Aus Sicht pädophil veranlagter Männer bevorzugte Tummelplätze. Entsprechend deprimierend ist es, wenn in einem derartigen Umfeld das Zu- und Vertrauen von Kindern respektive deren Eltern aufs Schändlichste missbraucht wird.

Da in regelmässigen Abständen Betreuer, Trainer und Pädagogen auf ihren Abwegen erwischt werden, sind Behörden und Eltern gleichermassen gefordert. Letztere allerdings auch dahingehend, dass sie nicht hinter jedem Unterstufenlehrer (soweit es solche überhaupt noch gibt) einen Unhold vermuten. Denn glücklicherweise handelt es sich trotz aller aufwühlender Schlagzeilen um Einzelfälle. Sicher, jeder ist einer zu viel.

Gerade deshalb kommen die involvierten Stellen nicht darum herum, die Null-Toleranz-Parole in der Praxis tatsächlich konsequent umzusetzen und den Datenschutz (in solchen Fällen oft Täterschutz) nicht ad absurdum zu führen. Selbstverständlich in rechtsstaatlichen Bahnen. Das ist keine leichte Aufgabe, aber eine dringend notwendige.

theodor.eckert@azmedien.ch