Analog vor digital

Andrea Muff
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Folgendes Gespräch führe ich in letzter Zeit des Öfteren: «Ich überweise es dir per Twint», sagt eine Freundin, als es um die Rückzahlung von ausgeliehenen Geldmitteln geht. Twint, die einfache, schnelle Lösung, per Knopfdruck auf dem Smartphone Geld zu überweisen. Meine Antwort ist aber stets dieselbe: «Ich habe kein Twint.» Auf die Frage nach dem Warum habe ich eigentlich kein schlagendes Argument dagegen – aber auch keines dafür. Ich tue mich generell schwer, Neuerungen der digitalen Welt in meine zu lassen. So füllte ich etwa jahrelang die Steuererklärung von Hand aus und trage bis heute meine Termine in eine Papieragenda ein. Ein Smartphone habe ich aber, jedoch ohne es mit einem Sicherheitscode zu schützen. Ich weigerte mich, einen solchen festzulegen. Schliesslich besteht das Leben nicht nur aus Pin-Codes. Doch weit gefehlt: Als ich vor ein paar Tagen im Internet mit Kreditkarte bezahlen wollte, funktionierte dies nur noch per App. Und diese kann ich nur installieren, wenn ich das Handy mit einem Code schütze. Aber auf Twint verzichte ich noch immer.