Persönlich
Ach ja, die guten alten Zeiten

Urs Moser
Urs Moser
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«Als ich das erste Mal aus dem Kantonsratssaal berichtete, sass Urs Huber noch nicht dort.» (Archivbild)

«Als ich das erste Mal aus dem Kantonsratssaal berichtete, sass Urs Huber noch nicht dort.» (Archivbild)

Hanspeter Bärtschi

Dass keiner jünger, sondern wir alle älter werden, ist ja nun wirklich eine Binsenwahrheit. Aber halt eine, die dennoch niemand so gerne akzeptiert – ich natürlich auch nicht. Doch es gibt so verschiedene Anzeichen, wann es wirklich an der Zeit ist, sich einzugestehen, dass man allmählich zum alten Eisen gehört.

Zum Beispiel, wenn man nur noch Bahnhof versteht. So wie ich. Wenn ich höre, dass Beef angesagt ist, denke ich an ein saftiges Steak und nicht im Traum daran, dass mächtig Ärger im Verzug ist. Das kann gefährlich werden – erst recht, wenn man ein Lauch ist.

Aber ich schweife ab – auch das so eine Marotte von uns älteren Knaben. Wie das Sinnieren über alte Zeiten, wovon ich eigentlich erzählen wollte und nicht von generationsbedingten Verständigungsschwierigkeiten. Dabei (beim Sinnieren über alte Zeiten) war es nämlich, als mir neulich etwas in den Sinn kam, das mir nun wirklich und endgültig klar machte, dass ich mich wohl langsam zu den lebenden Fossilien zählen kann. Ich habe – ich erinnere mich nicht warum – nachgerechnet und es ist zwar kaum zu glauben, aber wirklich wahr: Als ich das erste Mal aus dem Kantonsratssaal berichtete, sass Urs Huber noch nicht dort.

urs.moser@chmedia.ch