Stadtbummel Solothurn
«Abnormau» und «nid ganz normau»

Ein Bummel durch das nach-fasnächtliche Solothurn.

Wolfgang Wagmann
Wolfgang Wagmann
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Endet Solothurn bald hier?

Endet Solothurn bald hier?

Rahel Meier

Normalisiert hat sich Solothurn und dessen Beizen-Landschaft im Speziellen. Verschwunden sind all die Sondertränken draussen und drinnen, die (sich) nur zur fünften Jahreszeit auftun.

Und da es noch ein wenig dauert, bis die zweite Jahreszeit voll greift, müssen wir bei Angeboten wie der Hafebar oder der Kreuz-Bar beim Landhaus vorerst zuwarten. Es geht auch so drunter und drüber und von Normalität keine Spur: Die Suteria wirtet derzeit draussen im Zelt, weil drinnen umgebaut wird. Das ist auch noch länger in der «Krone» vis-à-vis der Fall. Die herumgebotene Wiedereröffnung Ende Jahr dürfte doch etwas optimistisch veranschlagt sein. Und noch zur Hafebar: Nicht ausgeschlossen, dass die bisherige Chefin rechtzeitig mit den nistenden Krähen wieder vor Ort ist – in der 11i-Bar, dem früheren «Burristurm», ist sie jedenfalls schon nicht mehr anzutreffen.

Normal ist, dass die Störche jetzt wieder eintrudeln. Unser «Stadtstorch», der vom Fegetz-Schulhaus, soll schon um Weihnachten herumgesegelt sein. Und die leer geräumte Plattform auf dem Kamin beäugt haben. Ob er wieder ein Nest baut, wenn seine Partnerin ebenfalls da ist? Bis jetzt gibts jedenfalls keine Anzeichen dafür. Material wäre aber bei all den Bauten der Schulkinder aus Ästen und Zweigen ringsum genug vorhanden.

«Abnormau» fände es wohl tout Soleure, wenn an der HESO plötzlich Eintritt verlangt würde. Weiter ist aus Solothurner Sicht der Grenchner mia-Entscheid aber kaum zu kommentieren. Ausser, dass Grenchen offenbar nicht nur mit dem Flughafen alle Möglichkeiten ausschöpft, um auf der Nase zu landen.

Normalität war bisher, dass Zuchwil beim «Canva» anfängt. Oder aus Zuchwiler Sicht: dass Solothurn dort endlich aufhört. Das könnte sich sehr rasch ändern: Solothurn hört dann erst bei der Kebag auf. Und Zuchwil nach der Weststadtkirche St. Marien. Pardon: weiterhin Solothurn. Denn ein bisschen Normalität muss noch sein. Auch wenn alles ganz anders werden könnte.

«Normalos» sind ohnehin all jene, die ganz normal ihrem Alltag nachgehen, als wäre nichts geschehen. Also nicht fasten in der Fastenzeit, ein Bierchen auch nach der Fasnacht trinken oder am Sonntag in einer Woche abstimmen gehen, obwohl sie nicht sicher sind, dass sich ihre Meinung auch durchsetzen wird. Bis dahin ist alles noch ganz normal in Solothurn. Das könnte sich nach dem 28. Februar gründlich ändern. Denn schon am Tag darauf ist alles anders, ganz anders:
So ein Tag, so wunderschön wie dann, den gibts – erst in vier Jahren wieder. Am 29. Februar 2020. Geschaltet?