Stadtbummel Grenchen
225 km/h und andere Scherze

Am 1. April werden einem so allerlei Scherze aufgetischt.

Nadine Schmid
Nadine Schmid
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Ein Aprilscherz betraf eine angebliche Geschwindigkeitsübertretung. (Symbolbild).

Ein Aprilscherz betraf eine angebliche Geschwindigkeitsübertretung. (Symbolbild).

Keystone

Gestern konnte man aus den Mündern der erfolgreichen Ränkeschmiede wohl so manches Mal die altbekannte Floskel «April, April!», hören. Sind Sie auch in eine Falle getappt? Oder haben Sie einen Scherz rechtzeitig entlarvt, vielleicht auch den Tag ohne Manipulationsversuch überstanden?

Für manche ist der 1. April ein Tag wie jeder andere. Auch gibt es diejenigen, die finden, man solle das Leben nicht zu ernst nehmen, sodass sie sich das ganze Jahr über immer wieder Scherze einfallen lassen. Doch dann sind da noch die, die sich für den ersten April ganz sicher etwas überlegen. «Ein Freund von mir hat mal vor seinen Arbeitskollegen so getan, als hätte er gekündigt und am ersten April seinen letzten. Damit hat er sie überrumpelt», erzählte ein Pendler, der am Grenchen Süd auf seinen Zug wartete.

Ein Ingenieur der Grenchner Uhrenindustrie beschrieb, wie ihn seine Geschäftskollegen mit einer Busse reinlegen wollten. «Das war vor etwa drei Jahren. Sie schickten mir ein offizielles Schreiben aus Deutschland zu, das mich vor Gericht lud, da ich 225 Stundenkilometer gefahren sei. Es sah sehr authentisch aus.» Doch dann habe er zufällig eine Unstimmigkeit bemerkt: «Bei der Autonummer stimmte eine Ziffer nicht.»

Und auch viele Kinder entpuppen sich als Witzbolde. «Letztes Jahr sass in meinem Unterrichtszimmer eine falsche Sek P Klasse», erinnert sich die Grenchner Zeichenlehrerin schmunzelnd. «Ich habe zunächst so getan, als würde ich es nicht merken und mir so meinerseits einen Scherz erlaubt.»

Kein Scherz ist allerdings, dass man eine kurze Zeitreise nach Grenchen von anno dazumal unternehmen kann: Auf Youtube gibt es seit einigen Jahren ein Video, das den Betrachter zu einer Spritztour durch Grenchen im Jahr 1989 einlädt. So sieht man auch Gewisses, was sich im Stadtbild geändert hat und was gleich geblieben ist.

Die ehemals Neue Post war damals noch im vollen Betrieb, wie man an den gelben «Schildli» gut erkennen kann. Etwas leer scheint dem inzwischen gewohnten Auge der Postplatz: Der berüchtigte Glasschiffbau fehlt und das Podium, wo man heutzutage auf die Busse wartet, gab’s noch nicht. Mit dem Auto durfte man damals noch dort durchfahren. Das Video von Philipp Zanatta wurde inzwischen über 10’000 Mal angesehen.

Und kein Scherz ist, dass der Frühling nun Einzug gehalten hat und am Wochenende laut Meteo bis zu 20 Grad warm wird. Damit wünsche ich Ihnen an dieser Stelle ein schönes Frühlingswochenende.