Kommentar
Grossartiger Zusammenschluss seit Jahren

Zum 15. Mal findet die Regionale bereits statt und 15 Institutionen aus dem Dreiländereck nehmen daran teil. Erstaunlich, dass es so gut funktioniert.

Simon Baur
Simon Baur
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Pawel Ferus: «Not Today», 2013/2014, Kunst Raum Riehen.

Pawel Ferus: «Not Today», 2013/2014, Kunst Raum Riehen.

Als die Zeit der Weihnachtsausstellungen am Verblassen war, kam die Idee der Regionale rechtzeitig auf und entwickelte sich zu einem wichtigen Termin im Kunstkalender nicht nur von Basel, sondern auch der Partnerinstitutionen. Jedes Jahr ist es ein Erlebnis, auch in der aktuellen Ausgabe der Regionale, lassen sich zahlreiche Entdeckungen machen. Viel Neues ist dabei, neue Namen, neue Werke, aber auch bekannte Namen mit neuen Werken. Diese Vielfalt auf so engem Raum ist einmalig. Ausstellungen an der Regionale leben von den Ideen der Kuratoren und den Werken der Künstlerinnen und Künstler: Ob sie nun ein Dossier eingereicht haben oder direkt eingeladen wurden, spielt keine Rolle. Wichtiger ist die Ausstellung, die entsteht.

Sie ist es, die besucht wird, über sie spricht man, sagt es Freunden weiter, besucht sie zusammen und diskutiert darüber. Gut kuratierte Ausstellungen sind für alle Beteiligten eine grosse Chance. An der Regionale besteht in dieser Hinsicht noch Nachholbedarf. Junge Künstler profitieren von älteren Semestern und genauso umgekehrt. Kathrin Borer, Esther Ernst und Mireille Gros in der Kunsthalle Palazzo bilden ein perfektes Team, Lucie Gmünder flankiert von Daniel Göttin und Corsin Fontana in der Kunsthalle Basel profitiert optimal und auch die farbigen Platten von Sebastian Wiemer im Kunsthaus Baselland stehen in einer wunderbaren Korrespondenz zu den Arbeiten von Jürg Stäuble und Silvia Buol. So entstehen die Sogwirkungen und Strudel, die sich positiv auswirken.

So entsteht jene Spannung, die wir an der Kunst mögen und die uns in ihren Bann zieht. Das ist nicht selbstverständlich und doch stellen sich diese Erlebnisse immer wieder an der Regionale ein. Zu verdanken ist dies an erster Stelle allen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern, auch jenen, die es bisher zu einer Teilnahme nicht geschafft haben. Nächstes Jahr wieder versuchen und nie aufgeben. Der Dank gilt auch allen Organisatoren, Kuratoren, Aufbauteams und Sponsoren. Ein riesiger Aufwand, doch er lohnt sich.

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