Überdies
Was Helene Fischer von Büne Huber unterscheidet

Stefan Künzli
Stefan Künzli
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Helene Fischer bei ihrer Showeinlage in der Pause des Pokalfinales in Berlin.

Helene Fischer bei ihrer Showeinlage in der Pause des Pokalfinales in Berlin.

Keystone

Okay, die Frau hat auf das Pfeifkonzert am DFB-Pokalfinale sportlich reagiert. Sehr professionell, die Helene Fischer! Wie immer eigentlich, wenn die deutsche Schlagersängerin etwas anpackt. «Da muss ein Musiker vielleicht auch mal durch», sagte sie schon am Tag darauf bei «Mensch Gottschalk». Als richtig schlimm habe sie die «die geballte Testosteron-Power» sowieso nicht empfunden. «Die wollten keine Unterhaltung», sagte sie weiter und nahm es nicht persönlich.

So einfach ist die Sache aber dann doch nicht. Helene Fischer ist ganz offensichtlich keine Musikerin, auf die sich die gesamte deutsche Nation einigen kann. Wetten, dass die deutsche Fussballhorde bei Herbert Grönemeyer, BAP, den Toten Hosen oder Udo Lindenberg nicht gepfiffen hätte? Helene Fischer dagegen polarisiert, Schlager polarisiert. Der Fussball-Gott hört keinen deutschen Schlager.

Und wie wäre das bei uns in der Schweiz? Unser Schlagerschätzchen Beatrice Egli sollte sich hüten. Sie müsste sicher auch mit der geballten Testosteron-Power rechnen. Dagegen würden Züri West oder Patent Ochsner von den Fussball-Fans wohl gefeiert werden. Wobei: Büne Huber würde sich für den Fussball – diesen Pussysport – gar nicht hergeben.

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