Windpark Lindenberg
Nur Transparenz ermöglicht Entscheid

Die Ergebnisse von den Abklärungen für einen Windpark Lindenberg werden öffentlich dargelegt. Der Kommentar.

Eddy Schambron
Eddy Schambron
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Mit dem Windpark Lindenberg sollen vier Windkraftanlagen erstellt werden – der Verein Pro Lindenberg will das verhindern.

Mit dem Windpark Lindenberg sollen vier Windkraftanlagen erstellt werden – der Verein Pro Lindenberg will das verhindern.

Das Bild liegt nahe: Ganz langsam beginnt der Rotor mit seinem mächtigen Flügeln zu drehen. Ins Auge gefasst ist von AEW Energie AG, CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG und SIG Services Industriels de Genève, zusammengefasst in der Windpark Lindenberg AG, die Erstellung von vier Windkraftanlagen.

Aber ob sich die Rotoren einmal im Wind drehen werden, ist noch längst nicht klar. Die Gegner eines Windparks, organisiert im Verein Pro Lindenberg, scheuen keinen Aufwand und keine Mühe, das Vorhaben zu verhindern.

Die Windpark Lindenberg AG holt in einem Interessengruppenprozess möglichst viele Betroffene und Beteiligte mit ins Boot. Er setzt auf Transparenz, zuletzt am Beispiel von Untersuchungen zur Gefährdung von Vögeln und Fledermäusen durch die Windräder. Sowohl fachliche Informationen als auch aufkommende Fragen der Begleitgruppenmitglieder werden nüchtern protokolliert und für jedermann nachlesbar auf der eigenen Website publiziert.

Der kritische Verein Pro Lindenberg setzt, im Gegensatz zur betonten Sachlichkeit der Windpark Lindenberg AG, auf Emotionen.

Er bekundet keine Mühe, mit für den Lindenberg unrealistischen Bildern zu arbeiten: Ein Video zeigt einen Storchenzug durch einen riesigen Windpark, wie er in der Schweiz nirgends je anzutreffen sein wird. Die Visualisierung des Lindenbergs mit elf Windkraftanlagen ist längst überholt. Spannend ist nicht nur zu verfolgen, wie der Windpark Lindenberg entwickelt wird, sondern auch, wie unterschiedlich die potenziellen Betreiber und die Gegner die Bevölkerung zu überzeugen versuchen.

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