FC Aarau
Die letzte Chance für Urs Bachmann

Livio Bordoli ist als neuer Trainer für den FC Aarau die richtige Wahl. Gefordert ist aber auch der Sportausschuss und speziell Sportchef Urs Bachmann. Der Kommentar.

Ruedi Kuhn
Ruedi Kuhn
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FCA-Sportchef Urs Bachmann.

FCA-Sportchef Urs Bachmann.

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Als sich abzeichnete, dass Livio Bordoli neuer Trainer des FC Aarau wird, lautete die mir meistgestellte Frage: Ist der 51-jährige Tessiner ein guter oder ein schlechter Trainer? Meine Meinung: Es gibt keine guten oder schlechten Trainer, es gibt nur erfolgreiche oder erfolglose.

Im Wissen, dass die Verantwortlichen des FC Aarau den sofortigen Wiederaufstieg in die Super League anstreben, heisst das im Klartext: Steigt Bordoli mit dem FC Aarau in der nächsten Saison auf, ist er ein erfolgreicher Trainer und darf zur Belohnung ein weiteres Jahr im Brügglifeld arbeiten. Schafft er aber die Promotion nicht, wird er ziemlich sicher wieder abgelöst.

Livio Bordoli ist zum jetzigen Zeitpunkt zweifellos der richtige Trainer. Sportlich und menschlich: Sportlich deshalb, weil er in der vergangenen Saison mit dem FC Lugano die Promotion in die Super League geschafft und damit bewiesen hat, dass er die in ihn gesteckten Ziele erreichen kann. Menschlich deshalb, weil er ein offener, bodenständiger kommunikativer und charmanter Typ ist.

Gefordert sind jetzt und bis zum Saisonstart aber vor allem der Sportausschuss des FC Aarau im Allgemeinen und Sportchef Urs Bachmann im Speziellen. Sie müssen eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die das Potenzial für die Rückkehr in die höchste Spielklasse hat. Bachmann muss nach den schlechten Entscheiden vor und während der abgelaufenen Saison beweisen, dass er als Sportchef taugt. So gesehen, stehen ihm kapitale Wochen bevor.