Apropos
Dankeschön an die Unbekannten für die Solidarität

Toni Widmer
Toni Widmer
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Der Autor fuhr zu einem Vespa-Treffen – und erfuhr auf dem Heimweg grosse Solidarität. (Symbolbild)

Der Autor fuhr zu einem Vespa-Treffen – und erfuhr auf dem Heimweg grosse Solidarität. (Symbolbild)

Ursula Burgherr

Irgendwo im Nirwana. Oder könnten Sie auf Anhieb sagen, wo genau St. Wolfgang in Bayern liegt? Irgendwo im Nirwana, im Hinterland von München. Ich bin auf der Rückfahrt von einem Vespa-Treffen in der Wachau, noch liegen ungefähr 300 Kilometer vor mir. Ich habe in den vergangenen Tagen mit meinem Oldtimer schon gegen 1700 Kilometer abgespult, ihn in Wien vor dem legendären Riesenrad fotografiert und bin guter Dinge, damit auch den Rest meines geplanten Weges noch problemlos zu schaffen.

Es kommt anders. Ich kann plötzlich nicht mehr schalten, rolle am Strassenrand aus und suche vorerst selber nach der Ursache. Ergebnislos. Mein Mechaniker, den ich telefonisch kontaktiere, gibt mir einen Rat, wo ich noch weitersuchen könnte. Dazu muss ich meine Vespa allerdings am Strassenrand auf die Seite legen.

Wie ich auf der Wiese neben meinem Fahrzeug knie und mit Schraubenzieher und -schlüssel hantiere, das Unerwartete: Auto um Auto hält an, Mann um Mann und auch eine Frau steigen aus, erkundigen sich besorgt: «Hatten Sie seinen Sturz, können wir etwas für Sie tun?» Es sind innerhalb weniger Minuten mindestens zehn Leute, die sich um mein Wohl und jenes der Vespa sorgen und mir ihre Hilfe anbieten. Das hat mich sehr gefreut, ich sag Dankeschön.

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