Zürich Film Festival
Zurich Film Festival mit Appell an die Gesellschaft eröffnet

In Anwesenheit illustrer Gäste aus Hollywood und der Schweizer Promiszene ist am Donnerstag das 11. Zurich Film Festival eröffnet worden. Bundesrat und Kulturminister Alain Berset betonte zum Auftakt die Wichtigkeit des Films in der heutigen Zeit.

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Pepe Lienhard, links, und Ehefrau Christine
9 Bilder
Jeremy Irons gött sich eine Zigarre
Eröffnung Zurich Film Festival 2015
Das Zurich Film Festival ist eröffnet.
Matthew Brown, Regisseur, Dev Patel, Jeremy Irons, Devika Bhise, Stephen Fry, waehrend einer Medienkonferenz zum Film The man who knew infinity
Jeremy Irons am Zurich Film Festival
Die beiden Co-Direktoren des Zurich Film Festival, Nadja Schildknecht, rechts, und Karl Spoerri
Devika Bhise spielt im Eröffnungsfilm The Man Who Knew Infinity
Eröffnungsredner: Bundesrat Alain Berset

Pepe Lienhard, links, und Ehefrau Christine

Keystone

Die Menschen seien von visuellen Eindrücken regelrecht überflutet. "Der Übermacht der Bilder können wir nur mit genaueren Bildern begegnen", sagte Berset in seiner Eröffnungsrede im Zürcher Kino Corso. Filme förderten unsere "soziale und politische Empathie, ohne die unsere Gesellschaft auseinanderdriften würde."

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch nutzte in ihrer Ansprache die Gelegenheit, um einen Link vom Film zur aktuellen Weltrealität zu machen. Sie beklagte, dass "unfassbar viele Menschen auf der Flucht nach Europa" seien. "Alle Bemühungen um eine gute Integration von Menschen sind Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft."

Das friedvolle Zusammensein von Menschen aus aller Welt demonstriert das Zurich Film Festival Jahr für Jahr im Kleinen. "Es ist diese universelle Sprache des Films, die uns alle jedes Jahr wieder hier zusammenführt", betonten die beiden ZFF-Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri. "Wir freuen uns, während elf Tagen mit Ihnen in die Magie der Filme einzutauchen."

Jeremy Irons macht Partystimmung vom Publikum abhängig

Anschliessend und in Anwesenheit des 13-köpfigen Filmteams wurde der Eröffnungsfilm "The Man Who Knew Infinity" gezeigt. Der Spielfilm erzählt die Geschichte des indischen Mathematik-Genies Srinivasa Ramanujan, der sein Wissen autodidaktisch erworben hat. Darsteller Dev Patel ("Slumdog Millionaire") zeigte sich schon am Nachmittag vor den Medien "sehr glücklich", in Zürich sein zu dürfen.

Jeremy Irons, der im Film an Patels Seite den Mathematikprofessor Godfrey Harold Hardy spielt, war vor der Europapremiere vor allem auf die Reaktionen des Publikums gespannt. Falls diese positiv ausfallen sollten, werde er tüchtig feiern, sagte er an der Medienkonferenz. "Falls das Publikum ganz Schweiz-like still bleibt, werde ich den Abend mit einem melancholischen Martini Dry abrunden."

Neben den internationalen Filmstars haben sich am Eröffnungsabend auch zahlreiche Ehrengäste aus Kultur, Politik, Sport und Wirtschaft die Ehre gegeben. So schritten beispielsweise Filippo Leutenegger, Didier Cuche, Beat Schlatter oder Günter Netzer über den grünen Teppich.

Viele Promis und sehenswerte PremierenPromijäger haben auch weiterhin gute Aussichten auf fette Beute. Am Freitag wird Hollywood-Star Kiefer Sutherland persönlich nach Zürich reisen, um den Golden Eye Award abzuholen und seinen neuen Film "Forsaken" vorzustellen.

Jüngere Filmfans werden sich auf den Schauspieler und Ex-Verlobten von Miley Cyrus, Liam Hemsworth, freuen, der seine Auszeichnung am Samstag abholen wird. Der diesjährige Golden Icon Award-Träger und unbestrittene Stargast, Arnold Schwarzenegger, wird das Festival am Mittwoch, 30. September beehren.

Liam Hemsworth beehrt das ZFF 2015

Liam Hemsworth beehrt das ZFF 2015

Keystone

Bis am 4. Oktober zeigt das Zurich Film Festival 161 Filme aus 27 Ländern, darunter 36 Erstlingswerke und 14 Weltpremieren. Ein besonderes Augenmerk gilt dem erstmals öffentlich präsentierten Dokumentarfilm "Dürrenmatt - Eine Liebesgeschichte" von Regisseurin Sabine Gisiger.

In der Sektion "Neue Welt Sicht" ist dem Schaffen junger iranischer Filmemacher ein besonderer Schwerpunkt gewidmet.

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