Affäre Mörgeli
Zürcher Staatsanwaltschaft zieht Fall Ritzmann vor Bundesgericht

Das Bundesgericht muss sich erneut mit der Affäre Mörgeli befassen: Es wird entscheiden, ob im Verfahren gegen Iris Ritzmann, die ehemalige Mitarbeiterin des Medizinhistorischen Instituts der Universität Zürich, die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Beweise verwendet werden dürfen.

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Zürcher Staatsanwaltschaft zieht Fall Ritzmann vor Bundesgericht (Archiv).

Zürcher Staatsanwaltschaft zieht Fall Ritzmann vor Bundesgericht (Archiv).

KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

Die Staatsanwaltschaft hat einen Beschluss des Zürcher Obergerichts weitergezogen. Ihre Sprecherin Corinne Bouvard bestätigte am Mittwoch eine entsprechende Meldung der "Neuen Zürcher Zeitung".

Ritzmann wird beschuldigt, dem "Tages-Anzeiger" zwei kritische und zugleich vertrauliche Berichte über die Arbeit des damaligen SVP-Nationalrates Christoph Mörgeli als Museumskurator zugespielt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte deswegen eine Verurteilung wegen mehrfacher Amtsgeheimnisverletzung.

Das Zürcher Obergericht kam Anfang Dezember 2015 zum Schluss, dass die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Daten des Telefon- und Mailverkehrs von Ritzmann sowie die Auswertung einer sichergestellten CD nicht als Beweismittel verwertbar sind.

Dies wurde damit begründet, dass die Staatsanwaltschaft für die Massnahme keine Genehmigung des Zwangsmassnahmengerichts eingeholt hatte.

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