Zürich
Unterirdisches Bauwerk: Bau des Sihl-Hochwasser-Entlastungsstollens beginnt

Der Hochwasser-Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil soll das Sihltal und die Stadt Zürich vor Hochwasserschäden schützen. Am Freitag erfolgte der Baustart für das rund 175 Millionen Franken teure Projekt.

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Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP), der Thalwiler Gemeindepräsident Märk Fankhauser (FDP), der Zürcher Baudirektor Martin Neukom (Grüne) und Katrin Schneeberger, Direktorin des Bundesamts für Umwelt (v.l.) vor einem Modell des Entlastungsstollens in Thalwil.

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP), der Thalwiler Gemeindepräsident Märk Fankhauser (FDP), der Zürcher Baudirektor Martin Neukom (Grüne) und Katrin Schneeberger, Direktorin des Bundesamts für Umwelt (v.l.) vor einem Modell des Entlastungsstollens in Thalwil.

Keystone

Nach der Fertigstellung des Entlastungsstollen im Jahr 2026 sollen allfällige extreme Hochwasserspitzen durch das Bauwerk in den Zürichsee abgeleitet werden, wie es in den Unterlagen zum Spatenstich vom Freitag hiess.

Das unterirdische Bauwerk verhindert schwere Überschwemmungen des unteren Sihltals und der Stadt Zürich. Der Entlastungsstollen hat ein Fassungsvermögen von 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

Grosses Schadenspotenzial

Zwar wird davon ausgegangen, dass es nur alle paar hundert Jahre zu einem Extrem-Hochwasser der Sihl kommen dürfte. In einem solchen Fall wird ohne Stollen allerdings alleine in der Zürcher Innenstadt mit Schäden in der Höhe von 6,7 Milliarden Franken gerechnet.

Im Jahr 2005 war Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden entgangen. Die Lagebeurteilung nach den damaligen Unwettern zeigte, dass grosser Handlungsbedarf für den Schutz vor seltenen Hochwasserereignissen besteht. Im Mai 2021 hatte der Kantonsrat einstimmig den Kredit für den Stollen genehmigt. (sda)