Vergessen kann Han den Tag im Januar 2008 nicht: "Wir standen viele Stunden für Proben auf der Bühne", erzählt er gegenüber nau.ch. "Immer und immer wieder wurden Szenen wiederholt und wir Sänger mussten warten. Während die einen probten, schliefen wir Sänger auf der Bühne ein. Ein Kanonenschuss, über den wir nicht informiert wurden, schreckte uns aus dem Schlaf auf. Es war ein Schock - mindestens 15 Mitglieder erlitten einen Hörschaden."

Daraufhin wurden bei Han Tinnitus, ein Hörsturz und Lärmempfindlichkeit diagnostiziert. Nach eineinhalb Jahren eröffneten ihm die Ärzte, dass sich diese Einschränkungen nicht mehr bessern würden. Das war das Ende seiner Bühnenkarriere.

Pyongchin Han (l) war eigentlich Opernsänger.  Jetzt betreibt er mit seiner Frau Eun-Jeoung You (r) ein koreanischen Restaurant und erhält Hilfe vom Fernseh-Restauranttester Daniel Bumann (m).

Pyongchin Han (l) war eigentlich Opernsänger. Jetzt betreibt er mit seiner Frau Eun-Jeoung You (r) ein koreanischen Restaurant und erhält Hilfe vom Fernseh-Restauranttester Daniel Bumann (m).

Zusammen mit seiner Frau eröffnete er ein koreanisches Restaurant in Zürich. Gastro-Erfahrung hatte er nicht. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Unterstützung erhofft er sich nun von Daniel Bumann, von der 3+-Sendung "Bumann der Restauranttester".

Und: Jetzt, nach zehn Jahren, verklagt Han das Opernhaus Zürich; er erhofft sich eine gerechte Entschädigung. "Ich kann nie mehr auf der Bühne stehen", sagt er. Gegenüber nau.ch bestätigt das Opernhaus die Klage. Weder Han noch das Opernhaus wollen sich zum laufenden Verfahren äussern.