Zürich

Wer Ja sagen will, pilgert paarweise an die Zürcher Hochzeitsmesse

Brautkleider, Limousinen, mehrstöckige Torten und Ringe, soweit das Auge reicht, locken 12. und 13. Januar heiratswillige Paare in die Hallen der Messe Zürich.

Schlechte Nachrichten für Liebhaber von Schnapszahlen: Der 13.13.2013 fällt aus nahe liegenden Gründen als Hochzeitstermin aus. Dennoch bietet das neue Jahr noch 362 Tage, an denen geheiratet werden kann. Rund 8500 Paare dürften sich dieses Jahr im Kanton Zürich das Jawort geben (zum Vergleich, etwa 4000 werden heuer vor den Scheidungsrichter treten).
Für gewisse wird die Hochzeit der schönste Tag im Leben sein. Für andere purer Stress. Eines ist jedoch sicher: Eine ganze Branche lebt von den Heiratswilligen und ihrem streben nach der Perfekten Eheschliessungszeremonie.

Diese Branche wird sich vom 12. bis 13. Januar zum sechsten Mal in den Hallen der Messe Zürich präsentieren: Hochzeitsfotografen, Stylistinnen und Flitterwochen-Reisebüros stellen ebenso aus wie Hochzeitsplaner, Juweliere und Hotels mit Bankettangeboten. Ebenso wenig fehlen Anbieter von Lebensversicherungen und Vorsorgelösungen sowie die Landeskirchen und eine Weinhandlung.

Mit Gleichstellung und Lesben

«Über die edlen Stoffe der Brautkleider streichen, Ringe aus unterschiedlichen Materialen an den Finger stecken, in einer Luxuslimousine Probe sitzen», das alles verspricht die Veranstalterin der Hochzeitsmesse in ihrer Medienmitteilung. Tätigkeiten, die man nicht etwa alleine sondern mit der oder dem Liebsten verrichtet - und Hunderten gleichgesinnten Paaren.

Dass die Hochzeitsmesse kein verstaubter Anlass ist, beweist die Veranstalterin, die Genossenschaft Olma-Messen St. Gallen, unter anderem in der Wahl ihrer Fachreferenten. So diskutiert die Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich, Helena Trachsel, mit Paaren über das alltägliche Zusammenleben und die Arbeitsteilung in der Partnerschaft. Und der ehemalige Geschäftsführer von Pink Cross, Uwe Splittdorf, referiert zum Thema «Verheiratete Lesben und Schwule: so normal wie die Dusche am Morgen».

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