Provisorium
Tonhalle-Renovierung: ZKO überlegt Lifting für sein Proben-Haus

Von der bevorstehenden Renovierung der Zürcher Tonhalle in den Jahren 2017 bis 2020 ist auch deren Dauermieter, das Zürcher Kammerorchester (ZKO), betroffen. Als deutlich kleineres Ausweich-Lokal steht unter anderem das ZKO-Haus zur Verfügung.

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Zürcher Tonhalle wird von 2017 bis 2020 renoviert. Neben dem Zürcher Tonhalle-Orchester muss sich nun auch das Zürcher Kammerorchester (ZKO) eine Übergangslösung überlegen.

Zürcher Tonhalle wird von 2017 bis 2020 renoviert. Neben dem Zürcher Tonhalle-Orchester muss sich nun auch das Zürcher Kammerorchester (ZKO) eine Übergangslösung überlegen.

Keystone

Im ZKO-Haus im Seefeld finden schon heute vereinzelt Konzerte statt. Vorab ist es aber ein Proben-Lokal - und das merkt man ihm auch an. Der Konzertsaal ist kühl und funktional. Zudem bietet es grade mal 330 Plätze, wie ZKO-Direktor Michael Bühler am Mittwoch zur Nachrichtenagentur sda sagte.

Nun überlege man, ob beziehungsweise wie man für die Umbau-Jahre aus dem ZKO-Haus einen familiäreren, intimeren Konzert-Ort machen könnte. Abklärungen hätten ergeben, dass man die Platzzahl auf knapp 500 erweitern könnte. Dazu kämen einige Umgestaltungen, um den Raum attraktiver zu machen. Was genau geschehe, werde bis im ersten Quartal 2015 entschieden.

Abstriche am Programm zu machen, habe man nicht im Sinn, so Bühler. Allerdings werde das ZKO-Haus - wie heute auch die Tonhalle - mit Sicherheit nicht der einzige Konzertort sein. Man werde einen Mix finden, das kleine ZKO sei viel flexibler als das grosse Tonhalle-Orchester.

Einzelne Konzerte werde man in der Maag-Halle geben, wo sich das Tonhalle-Orchester während der Umbauzeit fix einrichtet. Die Barock-Konzerte könnten möglicherweise weiterhin in Kirchen stattfinden. Und schon bisher habe man auch etwa im Kaufleuten oder im Kunsthaus gespielt. Dazu kommen Gastspiele und Tourneen.