Affäre Mörgeli

SVP-Kantonsratsfraktion fordert Untersuchung im Fall Mörgeli

Mörgeli und medizinhistorisches Museum

Mörgeli und medizinhistorisches Museum

Die Kantonsratsfraktion der Zürcher SVP fordert eine unabhängige und externe Untersuchung in der Affäre um Christoph Mörgeli. Man werde alles daran setzen, dass die Vorgänge an der Universität Zürich lückenlos aufgeklärt würden.

Zusätzlich zu einer Abklärung durch die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit (ABG) des Zürcher Kantonsrates brauche es eine weitere, externe Untersuchung der Vorfälle. Die bedenklichen Vorgänge müssten personelle Konsequenzen haben. «An der Uni stinkt es gewaltig», so die SVP in ihrer Fraktionserklärung.

Die SVP will, dass die ABG an ihrer Sitzung vom kommenden Donnerstag neben Universitätsrektor Andreas Fischer und Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) auch Christoph Mörgeli als Direktbetroffenen einlädt und befragt.

Die Kantonsratskommission möchte sich bei diesem Gespräch mit der Entlassung Mörgelis befassen und sich aus erster Hand informieren, wie deren Präsident Hans-Peter Portmann (FDP, Thalwil) am Montag auf Anfrage der sda sagte. «Wir haben heute beschlossen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine aufsichtsrechtliche Untersuchung gestartet werden soll.»

Mörgeli würde im Falle einer Untersuchung angehört
Als Bilundgsdirektorin sei Aeppli verantwortlich dafür, die Kommission zu informieren. «Wenn wir jetzt schon weitere Beteiligte einladen würden, wäre das informell der Start einer Untersuchung», erklärte Portmann. «Dann müssten aber andere Beteiligte, wie etwa Mörgelis Vorgesetzer Flurin Condrau, wegen des Anhörungsrechts ebenfalls eingeladen werden.

ABG-Präsident Portmann betonte jedoch, dass im Falle einer aufsichtsrechtlichen Untersuchung Christoph Mörgeli «selbstverständlich» angehört würde. Über das weitere Vorgehen entscheidet die Kommission im Anschluss an die Gespräche vom Donnerstag.

SP und FDP reagierten am Montag im Rat erstaunt auf die Forderung der SVP und plädierten für mehr Sachlichkeit. Beim Fall Mörgeli handle es sich um einen klassischen Arbeitskonflikt, hiess es seitens der SP.

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