Zürich
Stadt reagiert auf Unfälle auf Witikonerstrasse: Schutz bei Schlyfi erinnert an Skipiste

Nachdem es dieses Jahr an derselben Unfallstelle zu zwei tödlichen Unfällen kam, stellt die Stadt Schützen und Absperrband auf.

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Im Stadtzürcher Kreis 7 kam es dieses Jahr im Bereich Schlyfi zu zwei Unfällen auf der Witikonerstrasse. (Symbolbild)

Im Stadtzürcher Kreis 7 kam es dieses Jahr im Bereich Schlyfi zu zwei Unfällen auf der Witikonerstrasse. (Symbolbild)

Keystone

An der Zürcher Witikonerstrasse sind Masten für die Stromleitung der VBZ-Busse und der Laternenpfahl mit orangen Schützen eingefasst. Zwischen den Schützen: gelbes Absperrband an orange Stangen. Deswegen sieht es dort derzeit aus wie auf einer Skipiste ohne Schnee. Der Grund dafür sind zwei Velounfälle dieses Jahr, welche beide tödlich waren. Dies berichtet «20 Minuten» am Montag.

Ein Unfall geschah im Frühling. Ein Mann fuhr am im April auf der Witikonerstrasse stadteinwärts, fiel und kollidierte mit einem Kandelaber. Er starb am Unfallort. Im September fiel ein weiterer Velofahrer, als auch er stadteinwärts die Witikonerstrasse mit einem Fahrrad hinabfuhr. Auch er starb am Ort an seinen Verletzungen.

Gegenüber «20 Minuten» meint die Dienstabteilung Verkehr Stadt Zürich, dass man als Reaktion auf die beiden Unfälle neu Absperrmaterial und Aufprallschutz wie auf Skipisten angebracht hätte. Zudem seien bereits zuvor die Randsteine durch das Tiefbauamt abgeschrägt worden, so Sprecher Heiko Ciceri. «Diese Massnahmen sollen dazu beitragen, dass stürzende Velofahrende sich nicht an den Kandelabern verletzen.»

Laut Ciceri sei dies der einzige Ort in Zürich, an welchem eine solche Massnahme ergriffen wurde. Der Verband Pro Velo Zürich reagiert positiv auf diese Massnahmen. «Das ist sinnvoll, weil sich dort immer wieder schwere Unfälle ereignen», so Präsident Res Marti. Die Stelle sei so gefährlich, weil die Strasse abschüssig sei und die Kurve von Velofahrern oft unterschätzt werde.