Wahlen Stadt Zürich
SP-Stadträte sollen als Wahlkampflokomotiven dienen

Corine Mauch, Claudia Nielsen, André Odermatt und Raphael Golta sollen für die Stadtzürcher SP weiterhin im Stadtrat wirken. Die Delegierten nominierten die Bisherigen einstimmig und mit grossem Applaus für die Wahlen im kommenden Frühling.

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Die vier Zürcher SP-Stadträte strahlen um die Wette. Corinne Mauch, Raphael Golta, Claudia Nielsen und Andre Odermatt (von links).

Die vier Zürcher SP-Stadträte strahlen um die Wette. Corinne Mauch, Raphael Golta, Claudia Nielsen und Andre Odermatt (von links).

ENNIO LEANZA

Das Quartett soll für die SP einen so starken Wahlkampf führen, dass auch im Parlament wieder eine klare linke Mehrheit resultiert. Dies erhofft sich Marco Denoth, Co-Präsident der Stadtzürcher SP, wie er an der Versammlung am Donnerstagabend ausführte.

Stadtpräsidentin Corine Mauch löste 2009 den umtriebigen Elmar Ledergerber ab. Hochbauvorsteher André Odermatt wurde 2010 in den Stadtrat gewählt, ebenso Claudia Nielsen, Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartements. Raphael Golta hat vor drei Jahren das Sozialdepartement übernommen.

Die SP ist die letzte der im Stadtrat vertretenen Parteien, die nun ihre Kandidatinnen und Kandidaten offiziell nominiert hat. Bereits im Februar hatte die Partei allerdings mitgeteilt, dass ihre Bisherigen wieder antreten werden.

Die Delegierten sprachen sich auch für die Unterstützung von Richard Wolff (AL), Daniel Leupi (Grüne) und Karin Rykart (Grüne) aus. Die Unterstützung erfolgt etwa durch die Namensnennung auf den Wahlplakaten sowie durch gemeinsame Veranstaltungen. Lediglich finanziell unterstützt von der Mutterpartei wird die JUSO-Stadtratskandidatur von Nina Hüsser.

Mittlerweile finde er Gefallen an Hüssers Kandidatur, sagte Marco Denoth. Er sei überzeugt, dass dadurch Junge mobilisiert werden und deren Interesse an Politik erwache.

Neben den vier SP-Stadträten stellen sich auch Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL), Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) und Filippo Leutenegger (FDP), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes, der Wiederwahl.

Andres Türler (FDP), Vorsteher der Industriellen Betriebe, kandidiert nach 16 Jahren nicht mehr. Auch Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartementes, verabschiedet sich aus der Exekutive.

Kampf um freie Sitz

Um die freien Sitze buhlen mehrere Parteien: Türlers Sitz soll für die FDP Gemeinderat Michael Baumer verteidigen, jenen von Gerold Lauber Gemeinderat und CVP-Stadtparteipräsident Markus Hungerbühler. Auf Laubers Erbe hat es auch die EVP mit Claudia Rabelbauer abgesehen. Die Grünen streben mit Karin Rykart einen zweiten Sitz an.

Aber auch die SVP sowie die GLP rechnen sich Chancen aus. Die SVP versucht es mit einem gemischten Doppel im Wahlkampf: Die ehemalige Kantonsrätin und heutige Economiesuisse-Mitarbeiterin Susanne Brunner sowie der Gemeinderat und Banker Roger Bartholdi sollen es richten. Seit 1990 ist die SVP nicht mehr im Zürcher Stadtrat vertreten.

Noch nie in der Stadtregierung war die GLP. Mit Kantonsrat Andreas Hauri soll dies nun ändern. Hauri kandidiert auch für das Stadtpräsidium, ebenso wie Filippo Leutenegger.

Im neunköpfigen Zürcher Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP. Die Erneuerungswahlen finden am 4. März 2018 statt.

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