Zürich

Polizei zieht Schraube an: Weniger Delikte durch Asylbewerber

Weniger Straftaten durch Asylbewerber im Kanton Zürich. Das Foto zeigt eine Verhaftung in der Nähe der Langstrasse im Kreis 4. KEYSTONE/Gaetan Bally

Weniger Straftaten durch Asylbewerber im Kanton Zürich. Das Foto zeigt eine Verhaftung in der Nähe der Langstrasse im Kreis 4. KEYSTONE/Gaetan Bally

Asylbewerber im Kanton Zürich haben in den letzten Monaten weniger Straftaten begangen als in der ersten Jahreshälfte. Die Gesamtzahl aller Straftaten sank in dieser Zeit um sechs Prozent. Dies liege daran, dass die Polizeiarbeit verstärkt wurde.

Im zweiten Halbjahr 2012 zog der Kanton Zürich die Schraube an: Nachdem Asylbewerber in den ersten sechs Monaten über 900 Delikte begangen hatten, wurden sie ab Sommer härter angepackt. Die Kontrollen wurden verstärkt, und es wurde intensiver gefahndet.

Eine erste Bilanz, welche die Zürcher Sicherheitsdirektion am Mittwoch veröffentlichte, zeigt nun, dass die Gesamtzahl der Delikte im zweiten Halbjahr zurückging. Die Verantwortlichen schliessen daraus, dass die Massnahmen Wirkung zeigen.

Kriminell werden gemäss Kanton in erster Linie Flüchtlinge aus den Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko. Sie verüben in den meisten Fällen Diebstähle und begehen Drogendelikte.

Zürich fordert Gegenleistung vom Bund

Die Zürcher Regierung betonte in einer Stellungnahme, welche grossen Leistungen der Kanton für das schweizerische Asylsystem erbringe. So betreue er über den Flughafen Zürich etwa vier Fünftel aller Ausschaffungen, die mit dem Flugzeug vollzogen würden.

Nun erwartet Zürich eine Gegenleistung vom Bund: Der Aufwand für die Ausschaffungen solle künftig an die Aufnahmequote angerechnet werden, schreibt die Regierung. Der Kanton Zürich will entsprechend weniger Asylbewerber zugewiesen bekommen.

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