Bauprojekt
Neue Laborgebäude zu klein: Die Uni Zürich-Irchel soll einen Erweiterungsbau erhalten

Die neuen Laborgebäude des Instituts für Chemie an der Uni Zürich sind bereits vor Inbetriebnahme zu klein. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Kantonsrat einen neuen Objektkredit von rund 55,4 Millionen Franken für einen Erweiterungsbau.

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An der Uni Zürich-Irchel soll ein Erweiterungsprojekt für rund 55.4 Millionen Franken gebaut werden. (Archiv)

An der Uni Zürich-Irchel soll ein Erweiterungsprojekt für rund 55.4 Millionen Franken gebaut werden. (Archiv)

Keystone

Der Kantonsrat hatte im Februar 2013 einen Objektkredit von 195 Millionen Franken für den Neubau von Laborgebäuden für das Institut für Chemie im Rahmen der fünften Bauetappe an der Uni Zürich-Irchel bewilligt. Die Kosten wurden aufgrund von Erfahrungen und Richtofferten ermittelt. Ein Kostenvoranschlag wurde aber nicht ausgearbeitet.

Nun zeigt sich, dass die geplante Fläche nicht ausreicht: So musste etwa das Hochdrucklabor aus technischen Gründen neu als separater Baukörper geplant werden. Auch hat die Zahl der Studierenden der Chemie und Biologie in den letzten Jahren um 40 Prozent zugenommen.

Diese Entwicklungen seien im laufenden Bauvorhaben nicht berücksichtigt, heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrates vom Donnerstag. Deshalb soll ein Erweiterungsprojekt für rund 55,4 Millionen Franken gebaut werden.

Bauzeit verlängert sich

Das Erweiterungsprojekt umfasst ein zusätzliches Laborgeschoss, einen Ausbau von zusätzlichen Laborflächen und den Bau eines eigenständigen Gebäudes für das Hochdrucklabor. Die Geschossfläche wird um 4100 Quadratmeter erhöht.

Falls der Objektkredit im ersten Quartal 2018 bewilligt wird, kann das Projekt gemäss Mitteilung ohne Unterbruch angeschlossen und dadurch kostengünstig realisiert werden.

Die Bauzeit verlängert sich mit dem Erweiterungsprojekt um ein halbes Jahr. Die Inbetriebnahme könnte Mitte 2021 erfolgen. Eine spätere Umsetzung würde zu erheblichen Mehrkosten führen, warnt der Regierungsrat.

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