Heftiger Unfall

Erschreckende Erkenntnis: Viele Cars auf Schweizer Strassen in desolatem Zustand

Am Sonntagmorgen ereignete sich auf der Sihlhochstrasse in Zürich ein schwerer Car-Unfall. Mehr als 40 Personen wurden verletzt, eine Italienerin starb. Das Fahrzeug geriet aus ungeklärten Gründen ins Schleudern und prallte in eine Mauer am Autobahnende.

Wie aus einem Bericht des Blicks hervorgeht, weisen Reisecars auf Schweizer Strassen erhebliche Mängel auf. Bei einer Polizeikontrolle in Kanton Uri von letzter Woche wurden 18 zumeist ausländische Fahrzeuge kontrolliert. Das Resultat ist besorgniserregend: Neun Lenker erhielten eine Anzeige. 

Tödlicher Car-Unfall auf Autobahn bei Zürich

Tödlicher Car-Unfall auf Autobahn bei Zürich

Bei einem schweren Verkehrsunfall ist ein Reisecar auf der Autobahn A3 bei Zürich ist am Sonntagmorgen in eine Mauer geprallt. Mindestens eine Person kam ums Leben, 44 weitere wurden teils schwer verletzt.

In drei Fällen wurden extrem schwere Schäden festgestellt – diese Cars durften ihre Reise nicht mehr fortsetzten. Die anderen Verzeigungen wurden wegen «technischen Mängeln» und «Verstössen gegen die Vorschriften der Arbeits- und Ruhezeit» ausgestellt. 

Europäische Unternehmen eher betroffen

Die Polizei soll laufend Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen. Reto Pfister von der Urner Polizei schätzt, dass mehr Reisecars in desolatem Zustand aus europäischen Ländern stammen. Aber: Auch Schweizer Unternehmen sind betroffen.

«Als Kunde würde ich mir genau überlegen, welchem Reiseunternehmen ich vertraue und in welches Fahrzeug ich einsteige», zitiert der Blick Pfister. Die Mängel seien teilweise sehr gravierend und stellen ein hohes Sicherheitsrisiko für die Passagiere dar. 

Trotzdem sind die Unfallzahlen im privaten Personentransport hierzulande stark zurückgegangen. Wurden 2013 noch 549 Unfälle registriert, waren es 2017 lediglich 341. (vom)

Aktuelle Polizeibilder vom Dezember:

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