Am Dienstag hatte das Telefon der Frau geklingelt: Eine hochdeutsch sprechende Frau gab an, von der Kriminalpolizei zu sein. In ihrer Umgebung habe es viele Einbrüche gegeben, ihr Vermögen sei nicht mehr sicher, sagte die (vermeintliche) Polizistin zur Seniorin, wie die (richtige) Stadtpolizei Winterthur am Donnerstag mitteilte.

Mit psychologischem Geschick brachte die Anruferin in der Folge die betagte Frau dazu, dass sie bei ihrer Bank Geld abholen wollte. Da die Filiale im Dorf aber geschlossen war, reiste sie nach Winterthur, um 20'000 Franken von ihrem Konto abzuheben.

Die Frau wurde daraufhin aufgefordert, das Geld am Waldrand zu verstecken. Dort würde es dann von Geldprüfern der Polizei begutachtet, denn der Bank könne man auch nicht trauen, sagte die «Polizistin».

Die Dame tat, wie ihr aufgetragen war. Doch nach dem Deponieren der Geldscheine beschlich sie gemäss Mitteilung ein «ungutes Gefühl»; sie wandte sich an die Stadtpolizei. Diese klärte die Frau auf und sicherte das am Waldrand versteckte Geld.

Wie die Polizei in ihrer Mitteilung schreibt, kam es auch am Mittwoch zu einem weiteren ähnlichen Versuch. Die Betrugsmasche, die bereits vor einigen Monaten in Winterthur virulent war, scheine wieder aktuell zu werden. Die Suche nach der unbekannten Täterschaft läuft.

Polizeibilder Juli 2018: