Raumplanung
Bestes Ackerland im Kanton Zürich ist knapp

Der Erhalt von bestem Ackerland, so genannten Fruchtfolgeflächen, soll im Kanton Zürich stärker gewichtet werden. Weil der gesetzlich festgelegte Mindestumfang nicht eingehalten wird, soll bei zukünftigen Eingriffen eine Kompensationspflicht gelten.

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Ein schneebedecktes Stoppelfeld bei Rifferswil (ZH)

Ein schneebedecktes Stoppelfeld bei Rifferswil (ZH)

Keystone

Der Bundesrat hat 1992 im Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF) den gesamtschweizerischen Mindestumfang festgesetzt und die Aufteilung auf die Kantone bestimmt. Eine Überprüfung im Kanton Zürich ergab nun, dass nur 39'210 Hektaren am besten geeignete Böden vorhanden sind, wie die Baudirektion am Mittwoch mitteilte.

Auch wenn Ackerland eingerechnet wird, das nur bedingt geeignet ist, verfügt der Kanton nur über 44350 Hektaren und liegt damit immer noch knapp unter dem gesetzlich festgelegten Wert von 44000 Hektaren. Bei allen weiteren Eingriffen, etwa durch Bauprojekte, soll daher der Erhalt der FFF stärker gewichtet werden.

So soll grundsätzlich eine Kompensationspflicht gelten. Das bedeutet, dass mit anfallendem Bodenmaterial bereits beeinträchtigte Böden aufgewertet werden müssen, damit sie als FFF angerechnet werden können. Insgesamt entfallen auf den Kanton Zürich rund zehn Prozent der zu sichernden FFF der Schweiz.

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