Mit der Ehrung verbunden ist ein Preisgeld von 120'000 Franken, wie die Stiftung am Montag mitteilte. Das Geld geht an die Trägerstiftung der Klinik, Swiss Aids Care International.

Lüthy hat diese Stiftung 2003 ins Leben gerufen. Seit 2012 ist seine Tochter Sabine Lüthy Geschäftsleiterin. Die 2004 gegründete Klinik behandelt jährlich rund 5300 HIV-Patientinnen und -Patienten. Das klinikeigene Ausbildungszentrum bildet jedes Jahr rund 500 Ärzte und Pflegepersonen aus ganz Simbabwe aus.

In seiner Laudatio würdigte der abtretende Zürcher Ständerat und Präventivmediziner Felix Gutzwiller (FDP) Lüthy als Arzt mit einer "beispiellosen Karriere im Dienste der Medizin". Diese habe Lüthy von der Akutmedizin (Gründer der Abteilung Infektiologie am Zürcher Universitätsspital) über die Palliativmedizin (Aufbau des Zürcher Sterbehospizes Lighthouse) zum "aufopfernden, wirkungsvollen Engagement in der Aids-Bekämpfung" im südlichen Afrika geführt.

Im Rahmen der Preisverleihung übergab die Paradies-Stiftung auch einen Anerkennungspreis von 30'000 Franken an die Aids-Hilfe Schweiz.

Die Paradies-Stiftung für soziale Innovation wurde im Herbst 2008 vom Zürcher Unternehmensberater und FDP-Politiker Urs Lauffer gegründet. Sie verfügt gemäss eigenen Angaben über ein Organisationskapital von über zwei Millionen Franken.

Die Stiftung bezweckt die Förderung innovativer Lösungen im Sozialbereich und verleiht dazu alle zwei Jahre einen oder mehrere Anerkennungspreise im Gesamtbetrag von 150'000 Franken.