Zürich

Affoltern feiert kein Dorffest mehr – dies hat die Gemeinde grosses mit dem ZKB-Jubiläumsbatzen vor

Ein Teil des Affoltemer «Jubiläumsbatzens» wird nun fürs Stadtfest eingesetzt.

Ein Teil des Affoltemer «Jubiläumsbatzens» wird nun fürs Stadtfest eingesetzt.

Seit zwei Jahren gilt der Säuliämter Bezirkshauptort als Stadt – die Vorbereitungen zum «Stadtfäscht 2021» laufen.

Der Schritt vom Dorf zur Stadt liegt zwar bereits zwei Jahre zurück, soll nun aber nachgefeiert werden, vom 27. bis 30. Mai 2021. «Vom Dorf zur Stadt, das ist eine Art Reifungsprozess, ein Erwachsenwerden», sagt Alfi Calabrese, Präsident des eigens für den Anlass gegründeten Trägervereins «Stadtfäscht21». Mit ihm im Vorstand sind unter anderem Stadtpräsident Clemens Grötsch und Ursula Spillmann, Abteilungsleiterin Finanzen von der Stadtverwaltung. «Es soll einer der grössten Anlässe werden, die Affoltern je gesehen hat», sagt Calabrese. Um dieses Ziel zu erreichen, will das OK Vereine, Kulturschaffende, Gewerbetreibende und Schulen mit an Bord holen.

Auf der Hauptbühne sollen national bekannte Top-Acts für Stimmung sorgen. Daneben werden auch regionale Coverbands eine Plattform erhalten. Und für den Musiknachwuchs ist ein Band-Wettbewerb mit Online-Voting im Vorfeld des Festwochenendes angedacht. «Als Hauptpreis lockt ein Auftritt auf der Hauptbühne», so OK-Präsident Calabrese. Auf der Piazza werden Strassenkünstler und Akrobaten, Kampfkunst- und Tanzvorführungen zu bestaunen sein.

Zum Festprogramm gehören weiter ein Neuzuzügerapéro und am Freitagabend eine Plattform für Klassentreffen. Das Dorfmuseum wird durch einen besonderen Shuttledienst an die Festmeile angebunden und die kleinen Festbesucher können sich in einem Funpark auspowern. Dazu locken Chilbi- und Marktbetrieb.

ZKB-Jubiläumsbatzen fliesst teilweise ins Fest

Mit Bars und Essensständen können die lokalen und regionalen Vereine mit Sitz in Affoltern einen Zustupf in ihre Kasse erwirtschaften. Die Stadt unterstützt dies noch zusätzlich, indem sie ihnen die Standgebühr erlässt. Willkommen sind in der Festmeile auch Gastronomen und andere Gewerbetreibende. Dazu ist das OK bereits im Austausch mit dem Gewerbeverein. «Gerne wollen wir dazu beitragen, dass das Gewerbe nach dieser schwierigen Zeit wieder in Schwung kommt.»

Steuergelder sollen für das Festwochenende keine fliessen. Trotzdem hat der Stadtrat bereits einen namhaften Unterstützungsbeitrag gesprochen. Schliesslich vergibt die Zürcher Kantonalbank zu ihrem 150. Geburtstag eine Jubiläumsdividende. Insgesamt 150 Millionen Franken schüttet die ZKB dieses Jahr an den Kanton und die Gemeinden aus, verbunden mit dem Wunsch, dass damit Vorhaben ermöglicht werden, die im ordentlichen Budget keinen Platz finden. Ein Teil des Affoltemer «Jubiläumsbatzens» wird nun fürs Stadtfest eingesetzt – und soll den sich engagierenden Vereinen, Gewerbetreibenden und Kulturschaffenden zugute kommen.

«Das wird ein richtig grosser Anlass», verspricht der OK-­Prä­sident. Entsprechend braucht es auch Platz. Zur Festmeile gehört deshalb neben der Begegnungszone Obere Bahnhofstrasse samt Marktplatz auch ein Abschnitt der Zürichstrasse. Ein entsprechendes Verkehrskonzept sei bereits in Arbeit. Es soll auch den öffentlichen Verkehr berücksichtigen, so sind zusätzliche Nachtbusse vorgesehen, damit die Festgänger sicher nach Hause kommen. «Unser gemeinsames Ziel sollen vier unvergessliche Tage sein», wünscht sich Alfi Calabrese. «Die Stadt wird grösser und damit auch anonymer», stellt er fest. «Wir wollen einen Beitrag leisten, dass sich die Leute wieder treffen ­können.»

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