Birmensdorf

Wildblumenverkauf: Dem Insektensterben den Kampf angesagt

Der Natur- und Vogelschutzverein Birmensdorf hat auf dem Wüeriplatz einheimische Wildblumen in Bio-Qualität angeboten.

Mit den Pflanzen lasse sich die Biodiversität auf Balkon, Terrasse oder im Garten vergrössern: Aus diesem Grund hat der Verein am Samstag einen speziellen Pflanzenmarkt durchgeführt. Die angebotenen einheimischen Wildpflanzen eignen sich laut Verein gerade für Bienen und Schmetterlingen.

«Für meinen Steingarten habe ich mir Mauerpfeffer, Sonnenröschen und Ehrenpreis gekauft», sagte Maria Loop-Neff, die eigens für den Pflanzenmarkt aus dem Aargau nach Birmensdorf gekommen war. Sie zeigte sich über das Angebot sehr erfreut. Sie hätte sich genau für diese Wildpflanzen entschieden, denn «die Farben blau und gelb passen gut zu unserem Haus».

Der 27-jährige Gian Fenner füllte zwei Kisten voll mit den einheimischen Wildpflanzen. Er bewirtschaftet eine Privatwiese in der Risi, die einem Landwirt gehört: «Die Monokultur und das Insektensterben sind der Grund für meinen heutigen Einkauf. Ich möchte die Wiese möglichst naturnahe bepflanzen.» Auch einer jungen Familie aus Birmensdorf liegen die Tiere am Herzen. «Die Flockenblume und der Storchschnabel sollen den Insekten einen Lebensraum in unserem neuen Zuhause bieten», meinte Petra Pelloli.

Von den rund 300 angebotenen Jungpflanzen wurden bis auf wenige alle verkauft. «Trotz des schlechten Wetters und der Ferien sind wir mit dem Verkauf der Pflanzen sehr zufrieden», sagte Irene Gut, die im Vereinsvorstand tätig ist. Die verbliebenen Wildpflanzen werden nun in Naturgärten im Dorf eingepflanzt. Schliesslich sollen diese nicht nur schön aussehen, sondern auch den aussterbenden Tieren einen sicheren Lebensraum bieten.

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