Uster

Wegen Aufstieg der AfD: Uster überdenkt Partnerschaft mit Prenzlau

Der Rechtsrutsch der deutschen Kleinstadt wird nun in Uster zum Thema. (Archivbild)

Der Rechtsrutsch der deutschen Kleinstadt wird nun in Uster zum Thema. (Archivbild)

Seit 23 Jahren hat Uster eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Kleinstadt Prenzlau. Der dortige Wahlsieg der AfD vom vergangenen Sonntag kommt im Zürcher Oberland bei vielen schlecht an. Bei einer Verlängerung der Partnerschaft wird der Rechtsrutsch wohl zum Thema.

Die Kleinstadt Prenzlau mit ihren rund 22'000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt rund eineinhalb Stunden nordwestlich von Berlin entfernt und gehört zum Bundesland Brandenburg.

Dort fanden am vergangenen Wochenende Wahlen statt. Die rechtspopulistische AfD wurde dabei zwar nicht stärkste Partei, holte aber 23,5 Prozent der Stimmen.

Der Rechtsrutsch der deutschen Kleinstadt wird nun in Uster zum Thema, denn noch in diesem Jahr soll ohnehin über die Fortführung der Städtepartnerschaft entschieden werden. Die Kompetenz für die Vertrags-Verlängerung liegt beim Ustermer Stadtrat.

Wie Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) gegenüber dem Nachrichtenportal Züriost sagte, will sie nun mit dem parteilosen Bürgermeister Hendrik Sommer über den Aufstieg der AfD reden.

Wann der Stadtrat über die Fortsetzung der Partnerschaft diskutiert, ist offen. Während SP-Politiker finden, im Notfall müsse man die Städtepartnerschaft aufkündigen, will ein CVP-Gemeinderat nichts überstürzen. Bei einer solchen Städtepartnerschaft gehe es vor allem um Kulturelles, sagte er gegenüber Züriost. Man trinke ein Glas Wein und tausche sich über Administratives aus. Politik habe da nichts zu suchen.

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