Schlieren

Verdichtung im Fokus: Bau- und Zonenordnung soll «umfassend» revidiert werden

Mit der Revision der Bau- und Zonenordnung wird eine Motion von Gemeinderat John Daniels (FDP) umgesetzt.

Mit der Revision der Bau- und Zonenordnung wird eine Motion von Gemeinderat John Daniels (FDP) umgesetzt.

Schlieren lässt die Bau- und Zonenordnung überarbeiten – bereits im September soll der Entwurf aufliegen.

Bereits im September dieses Jahres soll der Entwurf in die öffentliche Auflage geschickt werden, damit sich Grundeigentümer und Einwohner dazu äussern können, wie der Stadtrat festhält. Damit wird eine Motion von FDP-Gemeinderat John Daniels umgesetzt, der eine rasche Überarbeitung der in die Jahre gekommenen BZO verlangt hatte.

Die neue Schlieremer BZO basiert auf zwei wichtigen planerischen Vorgaben: einerseits auf dem Stadtentwicklungskonzept von 2016, andererseits auf dem Richtplan Siedlung und Landschaft. Letzterer ist allerdings noch nicht genehmigt worden; eine Spezialkommission des Schlieremer Parlaments hat sich über die Vorlage gebeugt und berät sie derzeit intensiv. Auch wenn noch nicht ganz genehmigt – die Arbeiten seien weit fortgeschritten. Der Stadtrat schreibt von «zwei hervorragenden Planungsinstrumenten, die die Modernisierung der BZO gewissenhaft vorbereitet haben».

Qualitätsvolle Verdichtung soll ermöglicht werden

Das Ziel, das die Bau- und Zonenordnung ermöglichen muss, ist klar. Nachdem in den letzten zehn Jahren die Entwicklung des Zentrums, der Bau der Limmattalbahn und die Umnutzung von freigewordenen Industriearealen im Zentrum stand, rückt nun insbesondere die innere Verdichtung in den Fokus. Die vom Kanton vorgegebenen Wachstumsprognosen bieten aber nicht nur Chancen, wie der Stadtrat festhält. «Diesen stehen tief greifende Veränderungen in bestehenden Wohngebieten gegenüber.»

Der Stadtrat hat sich deshalb gegen eine generelle Aufzonung und gegen flächendeckende planerische Vorgaben ausgesprochen. Die neue Bauordnung soll eine qualitätsvolle Verdichtung ermöglichen und den langfristigen städtebaulichen und soziokulturellen Auswirkungen Rechnung tragen. Im Stadtentwicklungskonzept und im kommunalen Richtplan Siedlung wurde deshalb detailliert festgelegt, wo eine bauliche Transformation sinnvoll und möglich ist, und wo nicht. «Auf diese Weise ist Schlieren in der Lage, die Vorgaben des kantonalen und regionalen Richtplans zu erfüllen.»

Innovative Ansätze sind verlangt

Die bestehende BZO, die aus dem Jahr 1996 stammt, vermag gemäss Stadtrat wegen ihrer historisch gewachsenen und traditionellen Struktur keine qualitätsvolle Innenverdichtung zu ermöglichen. «Die aktuellen Herausforderungen verlangen nach innovativen Ansätzen.» Dabei könne nur punktuell auf die Erfahrungen von anderen Gemeinden zurückgegriffen werden.

Neben den Regeln zur inneren Verdichtung soll unter anderem auch der neu mögliche Mehrwertausgleich in die BZO aufgenommen werden. Im Weiteren sollen auch Aufbau und Struktur überarbeitet werden, damit sie anwendungsfreundlich und modern daherkommt.

Den Entwurf für die neue Bau- und Zonenordnung wird Urbanista.ch für knapp 140'000 Franken erarbeiten. Der Stadtrat hat den Kredit bewilligt und den Auftrag direkt vergeben. Er begründet dies damit, dass verschiedene andere Büros für ein Einladungsverfahren «aufgrund der Komplexität, des Zeitdrucks und der Arbeitslast» abgesagt hätten. Aufgrund der bestehenden engen Fristen, welche durch die Motion vorgegeben seien, sei danach kein zweites Einladungsverfahren mehr durchzuführen gewesen. Bis zu einem Auftrag von 150'000 Franken ist eine Direktvergabe möglich.

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