Kanton Zürich

Unter dem Schweizer Durchschnitt: Arbeitslosigkeit sinkt auf 2 Prozent

Die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zählen fast 500 Arbeitslose weniger als noch im Vormonat. (Symbolbild)

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist im Juni leicht gesunken. Sie liegt bei 2 Prozent und somit unter dem Schweizer Durchschnitt von 2,1 Prozent.

Ende Juni waren 16'882 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, 493 weniger als im Vormonat. Dies teilten die Volkswirtschaftsdirektion und das Amt für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag gemeinsam mit.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist wie üblich um diese Jahreszeit vorwiegend saisonal bedingt. Die deutlichsten Abnahmen verzeichneten das Baugewerbe (-132), das Gastgewerbe (-48), Verkehr und Transport (-37) sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-36).

Teilweise sank die Arbeitslosigkeit auch bei nicht saisonal geprägten Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen (-69), beim Grosshandel (-35), im Bereich Elektrotechnik, Elektronik, Uhren und Optik (-26) sowie bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-25).

Bei der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert wurden 494 Personen. Hier liegt die neueste Kontrollperiode jeweils zwei Monate zurück.

Aktualisierte Berechnungsgrundlage

Die Berechnung der Arbeitslosenquote (als Verhältnis der Arbeitslosenzahlen zu den Erwerbspersonenzahlen) erfolgt durch den Bund neu auf der Basis der aktuellen Erwerbspersonen der Jahre 2015-2017. Die Arbeitslosenquoten wurden rückwirkend entsprechend angepasst.

Aufgrund der Zunahme der Erwerbspersonenzahlen verringerte sich die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich geringfügig - im Juni von 2,06 Prozent auf 1,97 Prozent. Sie vermittelt somit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

22'000 meldepflichtige Stellen

Seit Juli 2018 gilt die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer gesamtschweizerischen Arbeitslosenquote von mindestens 8 Prozent. Bis heute wurden im Kanton Zürich rund 22'000 meldepflichtige Stellen gemeldet.

Die Abläufe des Stellenmeldeprozesses haben sich gemäss Mitteilung "gut eingespielt", und der Aufwand für Arbeitgeber konnte "relativ gering" gehalten werden.

Das für Arbeitgeber mit meldepflichtigen Stellen eingerichtete Stellenmeldezentrum selektioniert zusammen mit den RAV Dossiers von stellensuchenden Kandidatinnen und Kandidaten zuhanden von Arbeitgebern und berät diese rund um den Meldeprozess.

Im ersten Jahr der Stellenmeldepflicht konnten rund 1300 Personen aktiv auf eine meldepflichtige Stelle vermittelt werden. Hinzu kommen stellensuchende Personen, die aufgrund eigener Bewerbungen eine Anstellung auf eine meldepflichtige Stelle gefunden haben. Diese Daten können jedoch noch nicht erhoben werden.

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