Im Rahmen des Schlieremer Entlastungsprogramms hat der Stadtrat alle Abteilungen aufgefordert, sich auf die Suche nach Sparmöglichkeiten zu machen. Der Bereich Werke, Versorgung und Anlagen ist diesem Auftrag nun nachgekommen: Er hat genau abgeklärt, ob sich mit einem reduzierten Winterdienst bei den Einsätzen, den Pikettzahlungen sowie den Überstunden- und Salzkosten Einsparungen erzielen liessen.

Für die Analyse wurden im Stadtplan Strassen, Trottoirs mit Steigungen, eben verlaufende Trottoirs und öffentliche Treppen eingezeichnet. Gestützt auf diesen Plan sowie auf Ortsbegehungen identifizierten die Mitarbeiter der Werkabteilung mögliche Abschnitte für einen reduzierten Winterdienst.

Dabei zeigte sich, dass auf den Treppen das grösste Sparpotenzial besteht. Werden diese nicht mehr ganz schwarz geräumt, sondern wird lediglich noch ein Durchgang von einem Meter Breite frei geschaufelt, müsste die Schneeräumequipe pro Schneefall-Ereignis jeweils 60 bis 90 Minuten weniger Arbeitszeit aufwenden. Wie viel Geld so pro Winter eingespart werden kann, sei natürlich wetterabhängig, hält der Stadtrat im Protokoll seiner letzten Sitzung fest. «In den letzten beiden Wintern mussten rund 15 Einsätze geleistet werden.» Basierend auf dieser Zahl würde diese Massnahme im städtischen 170-Millionen-Budget zu einer jährlichen Einsparung von rund 1500 Franken führen.

Die Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen hat zudem noch weitere Massnahmen geprüft. Würde etwa die Langackerstrasse nicht mehr gepflügt und gesalzen, liessen sich pro Schneefall-Ereignis rund 5 Minuten einsparen. Auch bei einem Verzicht, die Steinwiesen- und die Herrenwiesenstrasse oder den hinteren Teil der Schulstrasse jeweils schwarz zu räumen, würden rund 5 Minuten weniger Arbeitszeit anfallen. Gar 40 Minuten weniger Zeit müsste aufgewendet werden, wenn der Stadtteil Zelgli, westlich der Engstringerstrasse, nicht mehr vom Schnee geräumt würde. Diese Einsparungen seien aber «nur marginal» oder würden «zu Unmut bei der Bevölkerung führen», schreibt der Stadtrat.

Er hat deshalb beschlossen, dass eine Reduktion des Winterdienstes in einzelnen Quartieren oder einzelnen Strassen weder flächendeckend noch teilreduziert umgesetzt werden soll. «Die öffentlichen Treppen auf Stadtgebiet werden jedoch nur noch bis zum Abstand von einem Meter von den Handläufen schwarz geräumt.»