Damit tritt jene Testamentsfassung in Kraft, die eine rund fünf Jahre dauernde, monatliche Zahlung von 15'000 Franken für die frühere Lebenspartnerin vorsieht. Diese Fassung ist nur noch als Kopie erhalten geblieben.

Die Frau stellte sich deshalb auf den Standpunkt, der Verstorbene habe mit der Vernichtung des Originals kurz vor seinem Tod den im Jahr 2008 niedergeschriebenen letzten Willen wieder aufleben lassen wollen. Dieser ist noch im Original vorhanden und sieht vor, dass die Lebenspartnerin 10 Millionen Franken erhalten soll.

Das Bundesgericht stützt in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil jedoch den Entscheid des Zürcher Obergerichts. Dieses kam aufgrund der Akten und Zeugenbefragungen zum Schluss, es sei rechtsgenüglich nachgewiesen, dass die letzte Testamentsfassung die früheren letztwilligen Verfügungen und Nachträge ersetze. (Urteil 5A_69/2019 vom 20.06.2019)