Schlieren

Von den 300 Wohnungen auf dem Geistlich-Areal sind nur noch vier frei

Die beiden grauen Gebäude im Hintergrund werden im September bezogen.

Die beiden grauen Gebäude im Hintergrund werden im September bezogen.

In wenigen Wochen wird das letzte Gebäude der aktuellen Etappe der Überbauung auf dem Geistlich-Areal bezogen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Das Schlieremer Geistlich-Areal erlebte in den vergangenen Jahren einen grossen Wandel. Rund 300 Wohnungen sind entstanden. Bald ist das letzte Gebäude der aktuellen Etappe bezugsbereit. Im Gespräch zieht Martin Geistlich von Geistlich Immobilia eine erste Bilanz.

Das Gebäude an der Brandstrasse ist bezogen, die Mieter des Hauses an der Engstringerstrasse kommen im September. Was ist Ihre erste Bilanz zu diesem Projekt?
Martin Geistlich: Wir sind stolz, dass wir hier in Schlieren städtebauliche Akzente setzen konnten. Mit dem Hochhaus und dem Platz an der Engstringerstrasse entsteht ein guter Eindruck des nördlichen Portals zum Zentrum von Schlieren. Zudem war die Vermietung ziemlich erfolgreich.

Einige Politiker kritisierten das Projekt. Zu hoch, zu mächtig: Unter dem Strich wurde eine zu hohe Ausnützung kritisiert. Was sagen Sie dazu?
Klar handelt es sich um eine Transformation, die die Leute beschäftigt. Dieser Wandel braucht Zeit, was ich nachvollziehen kann. Im Rahmen der Planung kamen wir gemeinsam mit der Stadt zum Schluss, dass die jetzt gebaute Ausnützung passt. Denn sie war schon vor dem Gestaltungsplan in der damaligen Industriezone möglich, wurde aber nicht ausgenützt. 

Sie stammen aus Schlieren: Welche Reaktionen vernehmen Sie?
Ich glaube man freut sich, dass es schöne Gebäude mit hochwertigen Fassaden geworden sind. Jeder sieht, dass wir nicht möglichst günstig, sondern mit einem hohen Qualitätsanspruch gebaut haben.

Wie viele Wohnungen sind derzeit noch zu haben?
Im Gebäude an der Engstringerstrasse, das im September bezogen wird, noch eine und in jenem an der Brandstrasse noch drei. Total erstellten wir 300 Wohnungen, wovon 78 an die Tertianum-Gruppe vermietet sind.

Lässt sich sagen, welche Menschen hier auf das Geistlich-Areal ziehen? Woher stammen sie?
Bei der Vermarktung sprachen wir definierte Zielgruppen an. Zwei der Brandstrasse-Türme etwa werden viele eher junge Menschen beherbergen, die zwei Tertianum-Häuser eher ältere Menschen. Jenes Gebäude an der Engstringerstrasse wird hochwertige Wohnungen für das entsprechende Mietersegment bieten. Die neuen Bewohner kommen in der Regel aus den umliegenden Gemeinden, aber auch aus Schlieren und einige von ausserhalb des Kantons Zürich.

In anderen Grossüberbauungen werden Manager eingestellt, damit sich die Menschen besser einleben. Was tun Sie?
Wir haben eine Mieter-App, in welcher sich die Bewohnenenden unserer Liegenschaften austauschen können. Für die Menschen des ganzen Quartiers Am Rietpark gibt es eine Website, auf der man beispielsweise auf Anlässe aufmerksam machen kann. In der Buvette im Park, die Ende dieses Monats eröffnet, kann sich das Quartier zum Kaffee oder Feierabendbier treffen. Zudem gibt es auf zwei Gebäuden Dachterrassen sowie im Hochhaus als zentrale Treffpunkte einen Waschsalon und Fitnessraum.

Das historische Trafohaus, der Pavillon, das Gärtnerhaus und einige Gleise blieben bestehen und zieren den Rietpark. Werden diese wenigen Zeitzeugen der Geschichte von Geistlich in Schlieren gerecht?
Mit dieser Frage haben wir uns schon vor Längerem intensiv auseinandergesetzt und kamen zum Schluss, dass das gut ist so. Nun, wo man das Resultat sieht, bestätigt sich dies. Wir verfügten nicht über dieselbe bauliche Substanz wie Industriebetriebe in Zürich oder Winterthur. 

Ist noch immer geplant, dass das Quartier 2024 komplett fertiggestellt sein wird?
Heute rechnen wir mit einer Fertigstellung im Jahr 2025 oder 2026. Wir haben für die Parzelle, auf der heute das Vitis-Sportzentrum steht, noch kein fertiges Projekt. Bis Ende Jahr sollte der laufende Studienauftrag abgeschlossen sein und wir werden mit dem Ergebnis an die Öffentlichkeit gehen können.

Martin Geistlich anlässlich der Eröffnung der Alterswohnungen der Tertianum Gruppe in Schlieren.

Martin Geistlich anlässlich der Eröffnung der Alterswohnungen der Tertianum Gruppe in Schlieren.

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