Uitikon
Ein Fest als Willkommensgruss: Uitiker begrüssten ihre Neuzuzüger mit dem «Dorffäscht für alli»

Am neuen Waldeggplatz in Uitikon fand das «Dorffäscht für alli» statt. Über die Zertifikatspflicht im Zelt waren nicht alle erfreut.

Fabio Müller
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Uitikon Dorffäscht für Alli 2021

Uitikon Dorffäscht für Alli 2021

Fabio Mueller / Limmattaler Zeitung

Dorffeste sind im Limmattal in den letzten zwei Jahren zu einer Seltenheit geworden. In Uitikon aber fand am Samstag das «Dorffäscht für alli» statt. Am Tag stellten sich die Uitiker Vereine der Bevölkerung vor und am Abend trat das Dietiker Komikerduo Lapsus und die Frank Tender Band auf.

Grund zum Feiern gab es laut Gemeinderat und Tiefbauvorstand Markus Stäheli (SVP) durchaus: «Mit dem ‹Dorffäscht für alli› haben wir die Neuzuzüger der neuen Siedlung begrüsst. Zudem wollen wir auch den neuen Waldeggplatz einweihen und den Abschluss der Tiefbauarbeiten für die Siedlung feiern.»

Mit dem Leuen-Quartier wird Uitikon um 700 bis 800 Einwohner wachsen. Somit wird die Gemeinde die 5000-Einwohner-Marke bald überschreiten.

Aus diesem Grund sei ein Ziel des «Dorffäscht für alli» gewesen, dass sich die Leute treffen und die Vereine den Neuzuzügern vorstellen könnten, ergänzte der Gemeindepräsident Chris Linder (FDP). Und:

«Was ich heute von den Vereinen gesehen habe, war grossartig. Es ist toll zu sehen, wie sehr sie sich engagieren.»

Auch sonst war Linder zufrieden mit dem Anlass: «Das Fest ist gelungen. Vor allem bin ich stolz darauf, dass die engagierten Leute vom Organisationskomitee in so einer kurzen Zeit so etwas auf die Beine gestellt haben.»

Das Organisationskomitee des Fests.

Das Organisationskomitee des Fests.

Fabio Mueller / Limmattaler Zeitung

Das Fest musste um ein Jahr verschoben werden

Das Fest hätte eigentlich schon im letzten Jahr stattfinden sollen. Wegen der Pandemie musste es aber um ein Jahr verschoben werden. Im Juni dieses Jahres entschied sich das Organisationskomitee, das Fest in diesem Jahr definitiv durchzuführen. Die Organisatoren haben derweil erst vor kurzem eine Zertifikatspflicht für den abendlichen Aufenthalt im Zelt beschlossen.

Als Alternative zum Zertifikat konnten die Besucher im Aussenbereich das Programm auf einem grossen Bildschirm schauen. Zudem gab es auf dem Festgelände in der Bibliothek eine Möglichkeit, sich testen zu lassen.

Für Leute, die kein Zertifikat dabei hatten, gabs einen Bildschirm.

Für Leute, die kein Zertifikat dabei hatten, gabs einen Bildschirm.

Fabio Mueller / Limmattaler Zeitung

«Ich finde, das ist eine gute Lösung. Die Leute können sich entscheiden, ob sie draussen bleiben wollen oder nicht. Hätten wir keine Zertifikatspflicht gehabt, wären vermutlich Leute nicht gekommen, weil sie sich nicht sicher gefühlt hätten», sagte der Uitiker ­Gesundheitsvorsteher Walter Schelling (SVP).

Die Anwohner waren zufrieden mit dem Fest, wenn auch die Zertifikatspflicht für Diskussionsstoff sorgte.

«Ich freute mich, dass ich endlich wieder Leute sehen kann, wenn auch ich das mit dem Zertifikat ein wenig unnötig finde»,

sagte etwa Fredi Moser.

Es gab aber auch Besucher des Festes, welche hinter dem Zertifikat standen. Unter ihnen war Hans-Peter Mösch: «Es ist super, dass wir wieder mal ein Dorffest haben. Das mit dem Zertifikat ist eine gute Idee und macht Sinn.» Auch das Dietiker Komikerduo freute sich über das Fest. Zumal es hier sozusagen ein Heimspiel hatte.

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