Dietikon

Sie finden Gehör: Stadtrat unterstützt Anliegen der Jugendlichen zur Turnhallenbuchung

Jugendliche sollen in Dietikon künftig unkompliziert Turnhallen mieten können.

Jugendliche sollen in Dietikon künftig unkompliziert Turnhallen mieten können.

Der Dietiker Stadtrat unterstützt jenen Vorstoss zur Turnhallenbuchung, der während der Jugendsession auf den Weg gebracht wurde.

Erfolg für die Dietiker Jugendsession: Der Stadtrat unterstützt das Anliegen der Jugendlichen, die Sporthallen und Singsäle ausserhalb der Unterrichtszeiten unkompliziert mieten zu können. Das schreibt er in seinem Bericht zu einem Postulat von Michael Segrada. Der FDP-Gemeinderat hatte letzten Frühling namens der Jugendlichen einen Vorstoss eingereicht, in dem der Stadtrat ersucht wird, ein Nutzungskonzept für die Turnhallen zu erarbeiten, sodass Schülerinnen und Schüler sowie Lernende und Gymnasiasten die Benutzung der Turnhallen ausserhalb des schulischen Programms ermöglicht werden kann. Hervorgegangen ist das Postulat aus der Dietiker Jugendsession vom November 2018.

Um die Reservationen der Hallen möglichst unkompliziert zu gestalten, ist laut Stadtrat ein Online-Raumreservationssystem in Planung, das auf diesen Frühling hin umgesetzt werden soll. «Freie Zeiten sind zurzeit öffentlich beziehungsweise online leider nicht einsehbar. Die Schulverwaltung plant jedoch, für die Belegung der Singsäle und Turnhallen ein Online-Reservationssystem einzuführen», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. Das System sei bereits evaluiert und in anderen Gemeinden und Städten erfolgreich im Einsatz.

Bereits heute können Turnhallen gemietet werden

Bis zur Einführung der Online-Reservation verweist der Stadtrat auf die bereits heute zur Verfügung stehenden Antragsmöglichkeiten. Die entsprechenden Dokumente finden sich auf der Webseite der Schule, da die Belegung der Turnhallen und Singsäle ausserhalb der Schulunterrichtszeiten durch die Schulverwaltung organisiert wird. Bereits heute stünden der Bevölkerung die Turnhallen für einmalige und die Singsäle für regelmässige Belegungen ausserhalb der Schulzeiten unter der Woche zur Verfügung, so der Stadtrat. «Die Räumlichkeiten können auch am Mittwochnachmittag, über Mittag, am Wochenende und für Spezialanlässe während der Schulferien für einmalige Belegungen gemietet werden», schreibt er.

Das Benutzungsreglement schreibt vor, dass Gesuche von Jugendlichen unter 18 Jahren von einer erziehungsberechtigten Person mit zu unterzeichnen sind. Diese ist für die Einhaltung des Benützungsreglements zuständig und hat den Anlass zu überwachen. Eine einmalige Miete einer Turnhalle inklusive zweier Garderoben am Wochenende kostet für einen halben Tag 90 Franken und für einen ganzen Tag 200 Franken. Schüler- und Jugendorganisationen können die Anlagen in der Regel gebührenfrei nutzen.

Weiter gilt, dass alle elf Turnhallen der Schule Dietikon von Montag bis Freitag jeweils ab 18 Uhr bis 22 Uhr für die Vereine der Stadt reserviert sind. Die Hallenbelegung wird vom Kartell der Ortsvereine Dietikon in Zusammenarbeit mit den Vereinen organisiert. «Es werden jeweils zwei Halbjahrespläne erarbeitet. Der Sommerplan gilt von den Frühlings- bis zu den Herbstferien. Der Winterplan von den Herbst- bis zu den Frühlingsferien», so der Stadtrat. Vereine, Organisationen und die Gruppen, welche die Turnhallen regelmässig nutzen möchten, sollen sich direkt an das Kartell der Ortsvereine wenden. «Trotz intensiver Belegung der Anlagen stehen immer wieder freie Zeitfenster zur Verfügung», hält der Stadtrat weiter fest.

Kartell der Ortsvereine stellt Turnhallenzeiten zur Verfügung

Das soll den Jugendlichen nun zugute kommen. «Das Kartell der Ortsvereine wird der Jugendarbeit nach den diesjährigen Frühlingsferien für eine Pilotphase während einem halben Jahr mehrere Turnhallenzeiten zur Verfügung stellen. Interessierte Jugendliche können dann auch ohne Vereinszugehörigkeit via Jugendarbeit freie Hallen abends benutzen und sich sportlich betätigen», schreibt der Stadtrat. Denn es sei wünschenswert, dass für die Jugendlichen die Möglichkeit geschaffen wird, Turnhallen für Bewegungs- und Sportprojekte eigenständig nutzen zu können. Dies würden die Erfahrungen der städtischen Jugendarbeit zeigen. Diese organisiert von Herbst bis Frühling jeweils einmal pro Monat am Samstagabend einen Anlass im Sinne der offenen Turnhalle für Jugendliche von 13 bis 18 Jahre.

Mit der Antwort ist Michael Segrada zufrieden. «Ich finde das eine sehr gute Lösung», sagt er auf Anfrage. Bereits kurz nach Einreichung des Postulats hätten zwischen ihm, Vertretern der Jugendarbeit, der Schulverwaltung und dem Kartell der Ortsvereine mehrere Gespräche stattgefunden. «Das Kartell ist sehr offen und hat das Bedürfnis der Jugendlichen erkannt. Auch die Jugendarbeit hat sich für das Anliegen stark gemacht», so Segrada. Er hoffe nun, dass das Angebot auch fleissig genutzt werde.

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